Am 1. Adventssonntag war  es wieder soweit, 5 „ältere“ Athleten - alle zufällig Altersklasse W50 und M50 -und ein Schlachtenbummler - wagten sich auf die schöne Strecke in Stein am Rhein. Knapp 400 Läufer gingen beim knappen Halbmarathon (20,8km) an den Start.

Bettina Dürschke lief das erste Mal diese Strecke und meisterte sie in den Augen aller Reichenauer hervorragend. Beim ersten Mal zählt die Zeit noch nicht, am Wichtigsten ist es, dass man durchhält und ins Ziel kommt! Tine Eiermann war wie gewohnt in bester Form und beendete das Rennen nach nur 1:44:44h als 5. der W50. Berndt Wagner war der Schnellste der Reichenauer, er überquerte nach nur 1:40:57h die Ziellinie. Josi Dürschke und Darja Wintersig liefen die Strecke gemütlich zusammen und konnten noch das eine oder andere Schwätzchen halten. Beide waren über ihre in ihren Augen gute Zeit sehr erfreut.

Hier die Ergebnisse:

Berndt Wagner

29. M50

1:40:57,0h

Tine Eiermann

05. W50

1:44:44,7h

Bettina Dürschke

23. W50

2:07:42,4h

Darja Wintersig

26. W50

2:18:11,4h

Josef Dürschke

75. M50

2:18:11,6h

Inzwischen zum dritten Mal reiste eine Reichenauer Delegation nach Tübingen zum dortigen Nikolauslauf. Die top organisierte Veranstaltung zieht jährlich über 3000 Läuferinnen und Läufer an. Die Strecke führt durch das hügelige Tübinger Umland, addiert kommen so ca. 320 Höhenmeter zusammen, davon einige an einem zwei  Mal zu laufenden giftigen Anstieg. Die Strecke lässt somit keine persönlichen Bestzeiten zu, ist aber landschaftlich schön und eben anspruchsvoll.

Nach seinen beiden Siegen aus den Vorjahren war Jens Ziganke natürlich heiß darauf, den Hattrick zu holen. Allerdings hatte er starke Konkurrenz neben sich an der Startlinie stehen. Zu Beginn des Rennens bildete sich gleich ein Duo an der Spitze, bestehend aus Jens und dem fünftplatzierten der deutschen Marathonmeisterschaften Timo Göhler. Göhler setzte immer kleinere Attacken, denen Jens zunächst Paroli bieten konnte, schlussendlich musste er ihn aber ziehen lassen. Dennoch erreichte  Jens in 01:10:44h den zweiten Platz, was ob der Konkurrenz absolut zufriedenstellend ist!

Im Frauenfeld mischte Christin Wintersig vorne mit. Ziel ist es in Tübingen, wenn möglich unter die Top 8 zu kommen, da diese bei der Siegerehrung geehrt werden.  In Anbetracht der Konkurrenzlage ist dies aber gar nicht so einfach. Christin lief wie immer ein sehr konstantes Rennen und lieferte sich auch während des Rennens Duelle mit namhafter Konkurrenz um eine der  begehrten Top 8 Platzierungen. Diese sollte ihr schlussendlich auch gelingen, sie kam nach 01:27:46h auf dem 8. Platz ins Ziel gelaufen und hatte einige bekannte Namen hinter sich gelassen. Die Ehrung auf dem Treppchen wäre ihr in jedem Fall sicher gewesen, da sie in der Jugend gewann!

Ebenfalls weit vorne im Männerfeld platzierte sich David Jansen. Er ging das Rennen offensiv an, schwächelte zwischendurch, konnte sich schließlich aber wieder gut fangen. Nach 01:15:48h hatte er die hügelige Strecke bewältigt, was ob des Profils eine sehr starke Leistung darstellt. Auch Platz 12 in dem sehr gut besetzten Feld ist hoch einzuschätzen.

Peter Wehrle und Stephan Okle liefen lange Seite an Seite, ehe Peter am zweiten heftigen Anstieg etwa bei Kilometer 15 abreißen lassen musste. Stephan kam nach 01:27:18h über die Ziellinie gelaufen, Peter folgte nach 01:28:10h. Markus Wintersig komplettierte die Mannschaftswertung nach 01:33:38h. Nach langen Fußproblemen war er erstmals wieder eine so lange Stecke gelaufen, der Fuß scheint gehalten zu haben, was sehr erfreulich ist.

Damit kamen die Reichenauer in der Männermannschaftswertung (in Tübingen aus fünf Läufern bestehend), die beim Nikolauslauf hohes Ansehen genießt, auf den sehr guten 5. Platz!

Die Ergebnisse im Überblick:

Christin Wintersig             01:27:46h              08. Gesamt/01. wJU20

Jens Ziganke                     01:10:44h              02. Gesamt/02. Männer
David Jansen                     01:15:48h              12. Gesamt/07. Männer
Stephan Okle                     01:27:18h            122. Gesamt/38. M30
Peter Wehrle                      01:28:10h            139. Gesamt/09. M45
Markus Wintersig             01:33:38h             261. Gesamt/22. M50

Ein guter Einstieg in die Crosslaufserie gelang den Reichenauer Läufern vergangenen Sonntag im Konstanzer Schwaketenwald. Ganze zwanzig Teilnehmer liefen im roten SVR-Trikot durch den Wald und zeigten dabei nicht nur Masse, sondern auch Qualität:

Christin Wintersig konnte sich im starken Frauengesamtfeld durchsetzen, Jens Ziganke musste nur seinem Dauerkonkurrenten Florian Röser vom TV Konstanz den Vortritt lassen. Auch einige sehr gute Altersklassenplatzierungen hat die Gruppe zu verbuchen: Vital Breig und Fabio Gasser belegten in der männlichen Jugend U20 den ersten und zweiten Platz, Michaela Wintersig wurde Vierte bei den Frauen, Manuela Rometsch Dritte der W40. Wiedereinsteiger Tine Eiermann und Michaela Wellm erreichten auf Anhieb den zweiten und dritten Platz der W50, bei den Männern konnte sich Peter Wehrle den dritten Platz der M45 sichern und Markus Wintersig gewann die M50.

Als einziger Reichenauer bei den Schülerläufen über ca. 1,8km ging Claudius Wetzel an den Start, bereits nach 7:57,5min lief er als Sechster wieder ins Ziel.

Gemeinsam mit dem Hauptlauf starteten auch die Kurzstreckler, statt erst nach drei durften sie bereits nach einer Runde in den Zielkanal laufen. Mit deutlichem Vorsprung gewann Vital(10:26,0min) vor Fabio, der nach 10:48,2min als zweiter ins Ziel lief, die männliche U20. Auch Manuel Soriano und Thomas Roser liefen die ca. 2,6 Kilometer: Mit seiner Zeit von 10:49,2min wurde Manuel Dritter bei den Männern, Thomas nur eine Sekunde später (10:50,3min) Vierter.

Dreimal den Berg hoch mussten die Langstreckler: Christin konnte vom Start weg bei den Frauen das Tempo machen. Von der dicht im Nacken bleibenden Julia Brugger (ehemalige Konstanzerin) ließ sie sich nicht verunsichern. Schon in der zweiten Runde baute sie einen deutlichen Vorsprung auf und lief so nach 31:09,6min als erste Frau ins Ziel! Auch Michaela, die zum ersten Mal über die lange Distanz gestartet ist, um die Reichenauer Damenmannschaft zu unterstützen, kam mit der teils sehr matschigen Strecke zurecht: Nach 36:54,3min lief sie als 10. im Gesamtfrauenfeld und Vierte der Frauenhauptklasse über die Ziellinie. Manuela Rometsch (39:41,6min) erreichte den dritten Platz der W40 und komplettierte die Mannschaft. Nur wenig später folgte Tine Eiermann (40:17,9min), die sich über einen gelungenen Wiedereinstieg in die Crossläufe freuen kann! Auch Michaela Wellm meisterte die ca. 7,8km und lief als dritte der W50 nach 44:50,8min über die Ziellinie.

Jens setzte sich gemeinsam mit Florian Röser (TV Konstanz) schnell vom Läuferfeld ab und blieb diesem auf den Fersen. Erst gegen Ende konnte Röser sich etwas absetzen, Jens wurde somit nach 25:57,7min Gesamtzweiter. In der M30 konnte er sich den Sieg sichern! Stephan Okle musste über die ganze Strecke bangen, dass Christin an ihm vorbeizieht, sie ließ sich nicht abschütteln. Aber er konnte sein Tempo halten und nach 31:06,9min (6. der M30) noch vor ihr ins Ziel laufen. Etwas später lieferten sich auch Fabian Greiss und Peter Wehrle ein Duell, Fabian entschied dieses nach 31:22,8min vor Peter (31:23,7min) für sich. Auch Markus lief ein gutes Rennen (31:44,5min) und sicherte sich so den ersten Platz der M50. Seinen Konkurrenten Franz Volk (LT Radolfzell), der ihm den Altersklassensieg sonst oft abnimmt, ließ er deutlich hinter sich. Mit Marco Sättele (32:42min) war bereits die zweite Reichenauer Männermannschaft im Ziel, er wurde achter bei den Männern.

Auch Karl-Heinz Keller (37:24min), Walahfrid Deggelmann (38:04,4min), Berndt Wagner (38:41,1min) und Fabian Sirch (40:54,6min) liefen geschafft, aber zufrieden ins Ziel.

Start Hauptlauf Konstanz

Zum Einstieg in die Crosslaufsaison machte sich Christin Wintersig auf den Weg nach Pforzheim, um dort beim renommierten Sparkassen Cross an den Start zu gehen.
Da in ihrer Altersklasse gleichzeitig auch die Qualifikation für die Cross-Europameisterschaften stattfand, war das Feld mit Topathletinnen aus ganz Deutschland besetzt. Dementsprechend zügig verlief das Rennen von Anfang an, doch Christin konnte gut mithalten. Die ca. 4.800m lange Strecke verlief über einen großen Acker, Absperrbänder markierten den verwinkelten Verlauf. Durch den leichten Regen war die Wiese mit der Zeit matschig und rutschig geworden, aber das gehört zum Cross genauso dazu wie die eingebauten Steilanstiege.  Nach einem kraftraubenden Rennen durch den tiefen Boden lief sie nach 22:07min als 12. ins Ziel. Angesichts der Leistungsdichte auf sehr hohem Niveau zeigte Christin, dass sie auch auf Bundesebene mithalten kann!

Vier Reichenauer Läufer zog es in die Bankenmetropole am Main, um die sagenumwobenen 42,195 Kilometer zu absolvieren. Zu den über die Marathondistanz bereits erfahrenen Fabian Greiss und Jens Ziganke gesellten sich der Marathonwiedereinsteiger Peter Wehrle und der Debütant über die volle Distanz Stephan Okle. Beim Blick aus dem Fenster am Sonntagmorgen bestätigte sich die ungünstige Wetterprognose: Das Sturmtief Herwart hatte es bis Frankfurt geschafft, es stürmte ordentlich. Zudem wachte Jens mit aufkommenden Kopf- und Gliederschmerzen auf, er entschied sich dennoch den Start zu wagen. Somit standen alle vier Reichenauer um 10 Uhr mit 15.000 anderen Athleten an der Startlinie. Bereits nach 15 Kilometern musste Jens einsehen, dass seine Kräfte heute deutlich eingeschränkt waren. Er lief das Rennen trotzdem zu Ende bis ins Ziel, mit 2:39:05h war er dann zwar deutlich langsamer als geplant, hatte sich aber zumindest die abendlichen Biere verdient! Lange Zeit auf Kurs in Richtung einer Zeit unter 3 Stunden lag Stephan Okle, er hatte verhalten begonnen und sich das Rennen gut eingeteilt. Ab Kilometer 35 schlug dann aber doch noch der Mann mit dem Hammer zu und er musste etwas Zeit einbüßen. Er erreichte das Ziel nach 3:03:32h, somit ist die Vorgabe für den nächsten Marathon auch schon mal geklärt!  Dahinter lief Fabian Greiss ein sehr konstantes Tempo, fast jeden Kilometer absolvierte er von Anfang bis Ende in gleichbleibender Geschwindigkeit. Nach 3:06:17h lief er ins Ziel in der Frankfurter Festhalle, die mit Musik und Discolicht eine einzigartige Atmosphäre bot! Nach Jahren der Marathonabstinenz konnte Peter zeigen, dass er sich auf den langen Kanten noch wohlfühlt: Bis etwa Kilometer 40 lag er sogar vor Fabian, ehe dieser an ihm vorbeizog. Peter gab jedoch bis zur Ziellinie alles und erreichte diese glücklich und zufrieden etwa eine Minute hinter Fabian in 3:07:44h. Damit hat er sein sich gestecktes Ziel von einer Zeit unter 3:10 Stunden vollkommen erfüllt und den 42,195 Kilometern erfolgreich Paroli geboten. Er scheint Blut geleckt zu haben, man darf noch einige weitere Marathons von ihm erwarten!
Am Abend wurden dann in geselliger Runde die Energiespeicher mit gutem Essen und verschiedenen Getränken wieder aufgefüllt.

Hier die Ergebnisse im Überblick:

Jens Ziganke      2:39:05h
Stephan Okle     3:03:32h
Fabian Greiss    3:06:17h
Peter Wehrle      3:07:44h

Nach Abschluss der Sommersaison haben die Leichtathleten vergangenen Samstag auf dem Sportplatz zwei Dinge kombiniert: Das Laufen an sich (was auch sonst) und das Bier trinken danach (das können die meisten auch…). An diesem Tag einfach mal gemischt!
Neben einigen Reichenauern waren auch ein paar gute Bekannte mit am Start. Einer, den die Gruppe vom SV Reichenau beim Zehnkampf in Ulm kennengelernt hat, ist sogar extra von dort zur Biermeile angereist.
Da diese zwar eine anerkannte Leichtathletikdisziplin mit eigenen Wettkämpfen und sogar Weltrekorden und Bestenlisten ist, viele dennoch noch nie davon gehört haben, eine kurze Erklärung:
Startschuss; eine Flasche Bier (0,33l); eine Sportplatzrunde laufen; die nächste Flasche Bier;… Das Ganze insgesamt vier Mal, bis es nach der vierten Flasche auf die letzte Runde bis ins Ziel geht. Dabei sind Spaß und gute Laune garantiert!
12 Teilnehmer standen dieses Mal an der Startlinie, dank unterstützenden Anfeuerungsrufen und motivierender Musik schafften es alle ins Ziel. Die Zeitspanne ist hier natürlich etwas breiter als bei einem reinen Lauf… der eine ist schon nach knapp sieben Minuten fertig, der andere hat etwas mehr mit dem Bier zu kämpfen und geht nach zwanzig Minuten erst auf die letzte Runde. Dabei sind die Stärken sehr unterschiedlich: Manche setzen eher darauf, die Runden zügig zu laufen, manche hoffen, das Bier schneller leer zu trinken und so den Vorsprung der Laufstärkeren wieder aufzuholen.

Insgesamt sind alle mit großer Begeisterung dabei gewesen und für  die Zukunft gilt es dann, Vereinsrekorde zu knacken…!

Go to top