Anstelle der traditionellen Mittwochabend-Trainings-Inselrunde sind Christin und Markus Wintersig vergangene Woche zum Abendsportfest nach Donaueschingen gefahren. Sie liefen gemeinsam den 3000m-Lauf und können mit ihren Leistungen bei der vorherrschenden Hitze zufrieden sein. Die zwanzig Meter Abstand, die Markus in den ersten 50m zu seiner Tochter aufgebaut hatte, blieben die gesamten 7,5 Sportplatzrunden konstant. So lief er als Gesamtsechster und Erster der M50 nach 10:55,81min über die Ziellinie, Christin folgte wenige Sekunden später mit einer Zeit von 11:06,57min als Gesamtachte und zweite Frau.

Sehr stark haben sich neun Reichenauer Läufer und Läuferinnen beim 12.Schienerberglauf vergangenen Samstag präsentiert und im wahrsten Sinne des Wortes bei der Siegerehrung die Preise abgeräumt.

Als Jüngste der Gruppe ging Tatjana Wehrle beim Schülerlauf über 1000m an den Start. Mit einer Zeit von 04:14,03min sicherte sie sich den zweiten Platz in ihrer Altersklasse und erhielt sogar einen Pokal.

Große Aufmerksamkeit erregten dann die 9,5 und 20,5km-Läufer: Gleich zwei Gesamtsiege gab es zu bejubeln, daneben zwei Mal Gesamtplatz 2, sowie die Gesamtplätze 3, 4,5 und 10.  Nach nur einem einzigen Läufer überquerte Simon Schurter nach 36:30min als Gesamtzweiter die Ziellinie, direkt darauf folgten drei weitere rote Trikots: Stephan Okle kam mit einer Zeit von 37:42min als Gesamtdritter ins Ziel, Platz vier ging an Peter Wehrle.  Dieser nimmt seit dem 1.Schienerberglauf alljährlich teil und konnte die Vereinskollegen zumindest vorwarnen, dass es kurz vor Schluss nochmal einen Kilometer bergauf geht. Das änderte aber trotzdem nichts daran, dass dieser eine Kilometer allen nochmals einiges an Stehvermögen und Willenskraft abverlangte. 

Abgesehen von ihren Vereinskollegen ließ Christin Wintersig fast alle Männer hinter sich und komplettierte Reichenauer Einlaufkette als Gesamtfünfte. Sie siegte mit einer Zeit von 40:37,24min bei den Frauen und dementsprechend auch bei der Jugend.

Auch ihre Schwester Michaela meisterte die hügelige Strecke hervorragend, nach 45:02,57 min kam sie als gesamtzweite Frau und zweite Jugendliche ins Ziel.

Tine Eiermann und Michaela Wellm konnten sich ebenfalls behaupten, Tine  lief auf Platz 3 ihrer Altersklasse (50:28,98min), Michaela nur wenige Sekunden später auf Platz 4 (50:46,83min).

David Jansen ging über die 20,5km an den Start. Von Beginn an lief er vorneweg und konnte die Stellung bis ins Ziel halten. Er meisterte die höhenmeterreiche Strecke in einer Zeit von 1:16,32h und gewann das Rennen.

Die  Mannschaftssiege des  9,5km-Laufes sowohl der Herren als auch der Damen gingen ebenfalls an den SVR. Bei der Siegerehrung waren die Ausrichter ganz baff, als die Hälfte aller Preise von den Reichenauern abgeräumt wurden: Mit großen Körben von regionalen Spezialitäten, Blumensträußen, Essensgutscheinen und weiteren nützlichen Dingen musste dann letztendlich nur noch der Anstieg zum Parkplatz bestritten werden…und das, wenn man eigentlich k.o. ist…

So hatte sich die Teilnahme abgesehen vom Spaßfaktor bei allen auch im  Sinne von „Mit-nach-Hause-Bringseln“ gelohnt, das Abendessen war auf jeden Fall gesichert!

2017 Schienerberglauf

Eine knappe Woche später war die Stadt Mannheim dann Gastgeberin des dortigen Frauenlaufs an dem Manuela Rometsch teilnahm. Die Strecke maß 6 Kilometer. Manuela vertrat die Farben des SVR dort hervorragend, in 26:17,1 Minuten erlief sie sich Gesamtplatz 13 und kam in der Altersklasse (40 aufwärts) auf den hervorragenden 3. Rang. Umso bemerkenswerter ist die Platzierung, da es dort nur zwei Altersklassen gibt, nämlich unter 40 Jahre und über 40 Jahre, also keine Zwischenstufen. Das wertet die Platzierung nochmals auf, weshalb Manuela zu Recht sehr zufrieden war.

Einziger Vertreter vom SVR bei den Landesmeisterschaften im nordbadischen Mannheim war Jens Ziganke über 3000 Meter. Im Vergleich zu letztem Jahr wurde das Rennen heuer nicht so taktisch gelaufen, sondern von Beginn an recht zügig angegangen. Anfangs bestand die Führungsgruppe noch aus fünf Läufern, gegen Ende des Rennens blieben davon noch Marco Kern (LG farbtex Nordschwarzwald), Steffen Ulmrich (MTG Mannheim) und Jens übrig. Etwa 500 Meter vor dem Ziel forcierte Kern das Tempo und die beiden anderen konnten nicht ganz folgen. Auf der letzten halben Runde ging Jens dann noch an Ulmrich vorbei und sicherte sich die Silbermedaille in 8:29,69 Minuten. Damit blieb er das zweite Mal innerhalb von sieben Tagen unter der 8:30min-Marke. Sowohl mit der Zeit, als auch der Platzierung zeigte er sich sehr zufrieden.

Auf der Suche nach einem Wettkampf stieß Christin Wintersig auf den Seelauf in Hagnau, der dieses Jahr erst zum zweiten Mal ausgetragen wurde.  Erst im Nachhinein wurde ihr klar, dass ein Start um 15 Uhr zu dieser Jahreszeit auch volle Hitze bedeuten würde, aber die hielt sich an diesem Tag zum Glück etwas zurück. Die Anstiege durch die Weinberge und Obstwiesen im Hinterland von Hagnau waren jedoch schweißtreibend genug, da hier auch der erfrischende Wind fehlte. Nachdem sich bereits direkt nach dem Startschuss des 10km-Laufes nur fünf Männer geschweige denn einer Frau vor ihr befanden, beschloss Christin, die Sache bei den Temperaturen lieber  locker anzugehen. Schon kurze Zeit später hatte sie zwei weitere Männer überholt und lief die gesamte  Strecke, ohne vor oder hinter sich jemanden in Sichtweite zu haben.

Mit ihren 44:07min ließ sie nur drei Männer vor sich ins Ziel und gewann dementsprechend bei den Frauen und auch ihre Altersklasse.  Zusammen mit einer Riesenflasche Hagnauer Müller-Thurgau und einem Kanutour-Gutschein machte sie sich dann zufrieden auf den Nach-Hause-Weg.

Mittlerweile traditionell sind Reichenauer Athleten beim Meeting direkt am Zürichsee vertreten. Eine perfekte Organisation und eine herrliche Kulisse zwischen See und Bergen macht ebenfalls einen Reiz der Veranstaltung aus.  Jens Ziganke und Stephan Okle waren über 3000 Meter gemeldet. Im A-Lauf ging Jens in der Spitzengruppe, in der sich auch der Konstanzer Florian Röser befand, das Tempo des Pacemakers von Anfang an mit. Mit konstanten Rundenzeiten blieb er bis zum Schluss in der Führungsgruppe, konnte sogar noch im Schlussspurt eine Platzierung gut machen. In 8:29,57 Minuten kam er auf den 4. Platz, der Konstanzer Röser kam knapp vor Jens in 8:26,19 Minuten als Zweiter ins Ziel.
Stephan landete im B-Lauf in 10:12,21 Minuten auf dem 10. Rang.

Go to top