Manuela Rometsch und Fabian Greiss gaben sich die Ehre beim Ausdauerdreikampf im schweizerischen Frauenfeld. Manuela absolvierte die „Short Distance“, Fabian wagte sich an die „Long Distance“. Damit musste Manuela einen halben Kilometer ihre Bahnen durch das Schwimmbecken ziehen, anschließend 17 Kilometer auf dem Drahtesel zurücklegen und abschließend noch 5,4 Kilometer zu Fuß rennen. Fabian musste 0,8 Kilometer schwimmen, 34 Kilometer Radfahren und noch 7,2 Kilometer laufen. Beide meisterten die drei Disziplinen problemlos. Manuelas Radvorbereitung war im Vorfeld etwas kurz gekommen, in Summe standen erst 70 Kilometer in den Trainingsbüchern, dennoch zeigte sie auch auf der Radstrecke eine solide Leistung. Nach 1:21:37,2 Stunden hatte sie alle drei Disziplinen beendet,  im Gesamtfeld der Frauen kam sie auf den 30. Platz, in ihrer Altersklasse wurde sie 12. Fabian kam auf der längeren Strecke mit einer hervorragenden Gesamtzeit von 1:49:06,0 Stunden auf dem 40. Gesamtplatz (20. Altersklasse) ins Ziel. Damit zeigte er, dass er auf einem guten Weg ist, seinen geplanten Ironman in diesem Jahr zu meistern.

Zum zweiten Mal fand in Karlsruhe die „Lange Laufnacht - Runnerstracknight“ statt, ein Meeting welches für alle Athleten die perfekte Plattform bietet eine WM-Norm, eine DM-Norm, oder einfach eine persönliche Bestleistung aufzustellen. Mindestens zwei WM-Normen, mehrere EM-Normen, unzählige DM-Normen und noch mehr persönliche Bestleistungen wurden von den über 500 teilnehmenden Athleten aus ganz  Deutschland und Europa erzielt. Eine persönliche Bestzeit sollte auch für Jens Ziganke rausspringen. Nachdem Stephan Okle und Christin Wintersig kurzfristig nicht antreten konnten, war Jens der einzige Reichenauer Vertreter. Im über 40 Mann starken A-Lauf über 5.000 Meter zeigte Jens eine gute Vorstellung im Schein des Flutlichts. Zu Beginn verpasste er etwas den Anschluss an eine Gruppe, wodurch er das Rennen eher ein wenig zu verhalten anging. Auf den letzten beiden Kilometern konnte er sein Tempo nochmals steigern, was in der Regel für einen 5.000m-Lauf eher untypisch ist. Somit blieb die Uhr im Ziel bei 14:45,27 Minuten stehen und er landete er auf dem 24. Gesamtplatz. Damit konnte er seine bisherige persönliche Bestmarke um vier Sekunden verbessern. Im schnellsten Lauf der Nacht blieben über 30 Männer unter der 15-Minutenmarke, was die Leistungsdichte der Veranstaltung deutlich macht.

Alljährlich erfolgt der Einstieg in die Bahnsaison in Pliezhausen am Schönbuchrand. In angenehmer Atmosphäre treffen hier Olympiateilnehmer und andere Weltklasseathleten auf ambitionierte Hobbyathleten und messen sich auf den „krummen“ Strecken, die in der Regel bei Meisterschaften nicht im Programm sind. Alle vier anwesenden Reichenauer waren über 3000 Meter am Start, allein über diese Distanz gibt es vier Läufe, eingeteilt nach Leistungsvermögen. Im D-Lauf waren Christin und Markus Wintersig am Start, der M50-Athlet Markus schlug sich als ältester Athlet im Feld sehr gut, in 10:43,91 Minuten absolvierte er die 7,5 Stadionrunden. Nur etwa 10 Sekunden dahinter lief Christin Wintersig ein, sie blieb mit 10:54,20 Minuten erstmals unter der 11-Minutenmarke und steigerte ihre Bestzeit damit um stolze 20 Sekunden. Auf den letzten 100 Metern zeigte sie ein starkes Finish und konnte noch die eine oder andere Platzierung gut machen.
Im C-Lauf versuchte Stephan Okle möglichst lange den Kontakt zum Feld zu halten, nach etwa der Hälfte des Rennens brach der Kontakt allerdings ab und er verlor deutlich an Boden. Mit für ihn nicht zufriedenstellenden 10:16,68 Minuten geht die Suche nach der verlorenen Form weiter.
Jens Ziganke wurde aufgrund seiner Vorleistungen in den schnellsten 3000er eingeteilt, dieser fand nachmittags im Hauptprogramm zur „Primetime“ statt. Vor dem international besetzten Feld hatte er im Vorfeld etwas Bammel, wollte aber so lange wie möglich versuchen dran zu bleiben. Dies gelang ihm dann auch sehr gut, das forsche Anfangstempo konnte er lange halten, erst auf den letzten zwei Runden wurden die Beine zunehmend schwerer. Nach 8:32,51 Minuten passierte er die Ziellinie als 13. Damit war er sehr zufrieden, zumal er mit seinen Schülern die Woche zuvor auf Klassenfahrt war, wodurch Training und Schlaf deutlich kürzer kamen als üblich.

Die beiden Straßenläufer Christoph Klauser und Peter Wehrle machten sich auf den Weg zum Schluchseelauf, wo eben dieser See von knapp 5000 Läufern und Läuferinnen einmal umrundet wird, wobei 18,2 Kilometer zurückgelegt werden müssen. Beide hatte sich vorgenommen ihre jeweilige Vorjahreszeit zu unterbieten, was ihnen auch gelingen sollte. Und zwar beiden genau um 25 Sekunden, die zwei haben im vergangenen Jahr somit den identischen Leistungszuwachs erreicht. Christoph bewältigte die Seerunde in 1:10:33 Minuten und landete damit auf dem starken 37. Gesamtplatz, Peter folgte nach 1:13:15 Stunden auf Gesamtrang 64. Damit waren beide sehr zufrieden und konnten anschließend ein schaumiges Kaltgetränk einer dort ansässigen Brauerei genießen.

Bei diesem Meeting in Albstadt-Tailfingen wurde auch eine Langstrecke über die 12,5 Stadionrunden (5000 Meter) angeboten. Stephan Okle wollte diese Veranstaltung nutzen um den ersten 5000er der Saison in die Beine zu bekommen um dann in der Folge möglichst darauf aufbauen zu können. Dass er auf diese Leistung in den kommenden Wochen aufbauen muss, ist beim Blick in die Ergebnisliste unübersehbar. Überhaupt nichts lief bei ihm an diesem Abend. So richtig erklären kann er sich diesen Verlauf auch nicht, aber schon die ersten 2000 Meter waren langsamer als angepeilt und fühlten sich deutlich zu hart an. Die Beine waren kraftlos und erzeugten keinen wirklichen Vortrieb, so war auch die Motivation im Eimer, die letzte Hälfte „joggte“ er noch bis uns Ziel wo die Uhr dann bei 18:43,90 Minuten stoppte. Damit war er 1,5 Minuten langsamer als seine persönliche Bestzeit, ebenfalls lief er bei einem 10-Kilometerlauf im März bereits 37:04 Minuten, was zwei Mal hintereinander 18:32 Minuten über 5km entspricht, also offensichtlich dass irgendwas nicht passt. Bleibt zu hoffen, dass es eine schlechte Tagesform war und diese Zeit in den nächsten Wochen wieder gerade gerückt werden kann, die Trainingswerte der letzten Zeit deuten zumindest darauf hin.

Alljährlich stattet Peter Ende April seinen Verwandten in Heidelberg einen Besuch ab, und zwar immer an einem bestimmten Wochenende. Grund dafür, Ende April findet dort Jahr für Jahr der Halbmarathon statt.  So pflegte Peter auch in diesem Jahr die Tradition. Die sehr anspruchsvolle Strecke mit über 400 Höhenmetern lässt keine Bestzeiten zu, dennoch ist die beliebte Veranstaltung mit 3.500 Teilnehmern jedes Jahr frühzeitig ausgebucht. Peter, der leidenschaftlicher Fußballfan des 1. FC Köln ist, kündigte an, im Falle einer Nichtniederlage gegen den BVB im Köln-Trikot laufen zu wollen.  Der Abteilungsleiter der Reichenauer Leichtathleten hatte ihm ausnahmsweise eine einmalige Sondergenehmigung, mit einem anderen Trikot als dem offiziellen SVR-Trikot starten zu dürfen, erteilt. Beflügelt vom Unentschieden des 1. FC Köln konnte Peter eine gute Leistung abrufen und kam 1:28:49 Minuten auf Gesamtplatz 76 und Platz 5 in der Altersklasse M45 ins Ziel. Man kann also auf weitere gute Leistungen (dann wieder im roten SVR-Trikot) hoffen.

Am Tag darauf nutzte Christine Eiermann das traditionelle Regenwetter am 01. Mai um den Halbmarathon in Überlingen zu laufen. Seit drei Jahren besteht diese Veranstaltung und jedes Jahr schüttete es wie aus Kübeln. Christine ließ sich aber nicht abschrecken, sondern trotzte dem Regen und kam nach 1:52:25 Stunden auf Gesamtrang 24. bei den Frauen und dem 5. Platz der Altersklasse W50 ins Ziel.

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