Nach verletzungsbedingter Absage von Sven Kächelin reiste Christoph Klauser allein nach Grainau zum Zugspitz Ultratrail. Dort wagte Christoph sich beim sogenannten Basetrail XL an die 39,3 Kilometer lange und 1.896 Höhenmeter umfassende Strecke im Zugspitzgebiet. Die  Route führte von Mittenwald nach Grainau, das schwierigste Stück befand sich zudem auf der zweiten Hälfte. Christoph kam hervorragend im hochalpinen Gelände zurecht und kam nach starken 4:30 Stunden auf dem 17. Gesamtplatz ins Ziel.

In dieser Woche verbrachte David Jansen einige Tage in seiner Heimat im Sauerland, das nutzte er um sein Lauftalent auch dort zu demonstrieren. Drei Wettkämpfe in einer Woche plus weitere harte Trainingskilometer absolvierte er binnen Wochenfrist. Den meisten würde nach diesem Pensum die Beine wie Fransen aus der Hose heraushängen, nicht so dem Kilometerfresser David.

Den Auftakt setzte er nach einer wegen der Anreise sehr kurzen Nacht beim Panoramalauf in Balve, die 10,5 Kilometer lange Strecke, die die ersten Hälfte nur bergauf ging, konnte er in glatten 38 absolvieren und mit 3 Minuten Vorsprung den Gesamtsieg einfahren.

Nur zwei Tage später stand er beim Dortmunder Friedenslauf über die Halbmarathondistanz an der Startlinie. Auch hier ließ er sich nicht die Butter vom Brot nehmen. Nach einem Sturz in der Anfangsphase lief er dennoch dem Feld vorneweg, passierte die 10km-Marke nach 34 Minuten und eilte dem ungefährdeten Sieg in 1:13:48 Stunden entgegen. Damit lief er bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr eine 1:13er Zeit.

Im Anschluss setzte er noch einen viertägigen Trainingsblock, den er mit einem Geländehalbmarathon beim Sauerland-Höhenflug abschloss. Auf der 21,1 Kilometer langen Strecke über Feld, Wald und Wiesen mit vielen Höhenmetern lag er bis Kilometer 14 in Führung, ehe er den späteren Sieger und Topmann Tim Dally (TuS Deuz) vorbeiziehen lassen musste. David kam mit 18 Sekunden Rückstand als Zweiter in 1:22:12 Stunden ins Ziel. Dritter wurde der deutsche Vizemeister über 100km Jörg Heiner.

Mit vielen Kilometern in den Beinen, zwei Siegen und einem zweiten Platz im Gepäck ging es dann wieder zurück auf die Insel.

Im rahmen des Run & Fun in Tuttlingen ging Peter Wehrle beim 10km-Lauf an den Start. Aufgrund der heißen Temperaturen von etwa 30 Grad waren keine schnellen Zeiten zu erwarten. Peter schlug sich dennoch wacker und lief in 39:50 Minuten auf den 12. Gesamtplatz, in der Altersklasse M45 schaffte er es auf den 2. Platz. Damit war er sehr zufrieden, in Anbetracht des Wetters geht auch die gelaufene Zeit in Ordnung.

Manuela Rometsch und Fabian Greiss gaben sich die Ehre beim Ausdauerdreikampf im schweizerischen Frauenfeld. Manuela absolvierte die „Short Distance“, Fabian wagte sich an die „Long Distance“. Damit musste Manuela einen halben Kilometer ihre Bahnen durch das Schwimmbecken ziehen, anschließend 17 Kilometer auf dem Drahtesel zurücklegen und abschließend noch 5,4 Kilometer zu Fuß rennen. Fabian musste 0,8 Kilometer schwimmen, 34 Kilometer Radfahren und noch 7,2 Kilometer laufen. Beide meisterten die drei Disziplinen problemlos. Manuelas Radvorbereitung war im Vorfeld etwas kurz gekommen, in Summe standen erst 70 Kilometer in den Trainingsbüchern, dennoch zeigte sie auch auf der Radstrecke eine solide Leistung. Nach 1:21:37,2 Stunden hatte sie alle drei Disziplinen beendet,  im Gesamtfeld der Frauen kam sie auf den 30. Platz, in ihrer Altersklasse wurde sie 12. Fabian kam auf der längeren Strecke mit einer hervorragenden Gesamtzeit von 1:49:06,0 Stunden auf dem 40. Gesamtplatz (20. Altersklasse) ins Ziel. Damit zeigte er, dass er auf einem guten Weg ist, seinen geplanten Ironman in diesem Jahr zu meistern.

Zum zweiten Mal fand in Karlsruhe die „Lange Laufnacht - Runnerstracknight“ statt, ein Meeting welches für alle Athleten die perfekte Plattform bietet eine WM-Norm, eine DM-Norm, oder einfach eine persönliche Bestleistung aufzustellen. Mindestens zwei WM-Normen, mehrere EM-Normen, unzählige DM-Normen und noch mehr persönliche Bestleistungen wurden von den über 500 teilnehmenden Athleten aus ganz  Deutschland und Europa erzielt. Eine persönliche Bestzeit sollte auch für Jens Ziganke rausspringen. Nachdem Stephan Okle und Christin Wintersig kurzfristig nicht antreten konnten, war Jens der einzige Reichenauer Vertreter. Im über 40 Mann starken A-Lauf über 5.000 Meter zeigte Jens eine gute Vorstellung im Schein des Flutlichts. Zu Beginn verpasste er etwas den Anschluss an eine Gruppe, wodurch er das Rennen eher ein wenig zu verhalten anging. Auf den letzten beiden Kilometern konnte er sein Tempo nochmals steigern, was in der Regel für einen 5.000m-Lauf eher untypisch ist. Somit blieb die Uhr im Ziel bei 14:45,27 Minuten stehen und er landete er auf dem 24. Gesamtplatz. Damit konnte er seine bisherige persönliche Bestmarke um vier Sekunden verbessern. Im schnellsten Lauf der Nacht blieben über 30 Männer unter der 15-Minutenmarke, was die Leistungsdichte der Veranstaltung deutlich macht.

Alljährlich erfolgt der Einstieg in die Bahnsaison in Pliezhausen am Schönbuchrand. In angenehmer Atmosphäre treffen hier Olympiateilnehmer und andere Weltklasseathleten auf ambitionierte Hobbyathleten und messen sich auf den „krummen“ Strecken, die in der Regel bei Meisterschaften nicht im Programm sind. Alle vier anwesenden Reichenauer waren über 3000 Meter am Start, allein über diese Distanz gibt es vier Läufe, eingeteilt nach Leistungsvermögen. Im D-Lauf waren Christin und Markus Wintersig am Start, der M50-Athlet Markus schlug sich als ältester Athlet im Feld sehr gut, in 10:43,91 Minuten absolvierte er die 7,5 Stadionrunden. Nur etwa 10 Sekunden dahinter lief Christin Wintersig ein, sie blieb mit 10:54,20 Minuten erstmals unter der 11-Minutenmarke und steigerte ihre Bestzeit damit um stolze 20 Sekunden. Auf den letzten 100 Metern zeigte sie ein starkes Finish und konnte noch die eine oder andere Platzierung gut machen.
Im C-Lauf versuchte Stephan Okle möglichst lange den Kontakt zum Feld zu halten, nach etwa der Hälfte des Rennens brach der Kontakt allerdings ab und er verlor deutlich an Boden. Mit für ihn nicht zufriedenstellenden 10:16,68 Minuten geht die Suche nach der verlorenen Form weiter.
Jens Ziganke wurde aufgrund seiner Vorleistungen in den schnellsten 3000er eingeteilt, dieser fand nachmittags im Hauptprogramm zur „Primetime“ statt. Vor dem international besetzten Feld hatte er im Vorfeld etwas Bammel, wollte aber so lange wie möglich versuchen dran zu bleiben. Dies gelang ihm dann auch sehr gut, das forsche Anfangstempo konnte er lange halten, erst auf den letzten zwei Runden wurden die Beine zunehmend schwerer. Nach 8:32,51 Minuten passierte er die Ziellinie als 13. Damit war er sehr zufrieden, zumal er mit seinen Schülern die Woche zuvor auf Klassenfahrt war, wodurch Training und Schlaf deutlich kürzer kamen als üblich.

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