Auf ins Stockacher Schneegestöber machten sich auch an diesem Sonntag wieder über 20 Reichenauer Läuferinnen und Läufer. Die Strecke auf dem Wiesengelände im Stockacher Osterholz hatte über Nacht noch einmal eine mehrere Zentimeter dicke Schneeauflage bekommen. So waren diejenigen, die mit Spikes unterwegs waren, gut bedient.

Nils Wohlhüter und Claudius Wetzel waren bei den Schüler-/Jugendläufen am Start, Nils belegte bei den MK U10 den 7. Platz, Claudius schaffte es in der MJ U16 auf den 6. Platz.

Im Anschluss wurde der Hauptlauf inklusive der Kurzstrecke gestartet, hier waren 5 Runden a ca. 1,5km bzw. 2 Runden bei der Kurzstrecke zu absolvieren. Der Kurs mit je einem kleineren Anstieg pro Runde, war zudem mit künstlichen Hindernissen (Strohballen, Pferdehürden) versehen und bekam so den gewissen Pepp verliehen.

In der WJ U20 auf der Kurzstrecke belegte Michaela Wintersig den 2. Platz. Stefan Wilz (U18) und Jannis Gasser (U20) schafften es in ihrer Altersklasse jeweils auf den 1. Platz.

Über die Langstrecke erlief Christin Wintersig den 2. Gesamtplatz bei den Frauen hinter Sandra Braun vom TV Konstanz, für die Gesamtwertung ist aber noch alles offen, hier zählt es dann beim Finale in Konstanz, wo insgesamt drei Frauen ins Geschehen eingreifen können.
Elena Blum, die sich trotz vorabendlichem Fasnachtsprogramm zum Lauf hinreißen ließ, landete in der W30 auf dem 2. Platz. Ebenfalls 2. wurde Manuela Rometsch in der W40.

Bei den Reichenauer Männern hatte auch dieses Mal David Jansen die Nase vorn, im Gesamteinlauf kam er auf Platz 6. In aufstrebender Form zeigte sich nur knapp dahinter Christoph Klauser, der 3 Sekunden hinter David einlief. Ebenfalls in sehr guter Verfassung zeigte sich Markus Wintersig, der als 3. Reichenauer Mann ins Ziel lief. Damit hatte er einige wesentlich jüngere Teamkollegen, sowie auch einige direkte Konkurrenten in seiner Altersklasse distanziert. Markus landete auf dem 11. Gesamtplatz und gewann die M50, wodurch auch der Sieg in der Serienwertung greifbar ist.
Auf den Plätzen 15-18 folgte eine ganze Armada Reichenauer in der Reihenfolge Peter Wehrle, Simon Schurter, Stephan Okle und Nico Gasser. Peter zeigte sich nach seinen Verletzungsquerelen wieder vollständig rehabilitiert mit einem sehr guten Lauf. Der erst kürzlich zur Truppe dazu gestoßene Simon Schurter, der auf der Reichenau eine Physiotherapieausbildung absolviert, gab einen hervorragenden Einstand. Mit seinem 16. Gesamtplatz ließ er einige Routiniers hinter sich. Stephan Okle folgte auf Platz 17. Nico Gasser, der bei Crossläufen auch immer für eine starke Leistung gut ist, kam hinter Stephan auf den 18. Platz. Sein Bruder Lukas Gasser knickte schon früh im Rennen um und konnte dadurch leider nicht sein ganzes Potential abrufen, dennoch landete er mit Platz 29 noch weit vorne im Feld. Knapp dahinter kam Marco Sättele auf Platz 31 durch den Schnee gepflügt. Fabian Greis lief als 39. durchs Ziel, Walahfried Deggelmann landete auf Platz 49. Narrenpräsident Berndt Wagner hatte abends zuvor ebenfalls schon närrische Verpflichtungen erfüllt, trat aber traditionsgemäß trotzdem beim Crosslauf an und bewältigte die Strecke in 40:03min. Dahinter kam Joshua Hendrich in 40:09min durchs Ziel gelaufen. Fabian Sirch ließ sich von der schweren Strecke beim letzten Lauf in Radolfzell nicht abschrecken, sondern scheint Blut geleckt zu haben und ging selbstverständlich in seinen zweiten Crosslauf überhaupt.

Hier die Ergebnisse im Überblick:

In der Kleinstadt im Nordschwarzwald, der Heimat der ausrichtenden LG farbtex Nordschwarzwald, findet jährlich ein beliebter und stark besetzter Stadtlauf statt. Stephan Okle lief im sogenannten „Lauf der Asse“, ein Lauf in den die schnellsten 50 Läufer eingeteilt werden, ehe im Anschluss die Masse mit dem Volkslauf auf die Strecke geschickt wird. 6 Runden mit je etwa 1,1 Kilometer, also in Summe 6,6 Kilometer galt es zu bewältigen. Die Runde hatte einige Ecken und Kanten, auch war sie mit An- und Abstiegen gespickt, wodurch die 6,6 Kilometer sehr fordernd waren. Seine Zeit von 23:02 Minuten und der 41. Platz gehen ob der hohen Leistungsdichte absolut in Ordnung.

Bei noch sonnigem Wetter fuhren am Sonntagmorgen 25 Reichenauer in Richtung Radolfzell, wo es zunehmend nebliger wurde. Somit war Vorsicht angesagt, schließlich droht auf der Radolfzeller Strecke mit dem berüchtigten Berg, zusätzlich der Blick durch Überanstrengung vernebelt zu werden. Der ein oder andere von uns hat dieses Phänomen in den Vorjahren schon am eigenen Leib erfahren dürfen. Dieses Mal kamen aber alle mit klarem Blick über die Strecke.

Beim Kinderlauf kam Johanna Bielak in der WK U12 auf den 11. Platz. Nils Wohlhüter belegte in der MK U12 den super 3. Platz. Beim Jugendlauf belegte Michal Bielak den 16. Rang in der MJ U14. Claudius Wetzel erreichte in der MJ U16 den 8. Platz.

Exakt zum Start des Hauptlaufes und der Kurzstrecke setzte Regen ein, der auf Teilen der Strecke zu spiegelglattem Blitzeis führte. Einige Läufer wurden dadurch im wahrsten Sinne des Wortes eiskalt erwischt und konnten sich nicht auf den Beinen halten, ernsthafte Verletzungen blieben aber zum Glück aus. Schnellster Reichenauer auf der Kurzstrecke war Bruno Spitzhüttl, der die 3,5 km lange Runde in 14:17,3 Minuten zurücklegte und damit die MJ U18 gewinnen konnte. Ihm folgte Jannis Gasser in 15:13,2 Minuten als Sieger der MJ U20. Stefan Wilz kam auf den 3. Platz in der MJ U18 (15:56,4 Minuten), knapp dahinter lief Vital Breig in 16:14,6 Minuten ein, der erst seinen zweiten Crosslauf absolvierte. Fabio Gasser lief ebenfalls ein gutes Rennen, das er in 16:28,3 Minuten beendete. Michaela Wintersig schaffte es auf den 2. Platz der WJ U20, nach 16:31,3 Minuten kam sie ins Ziel. In der Männerwertung der Kurzstrecke kam Manuel Soriano auf den 4. Platz in 16:01,1 Minuten.

Beim Hauptlauf über zwei Runden a 3,5km, also insgesamt 7km, erreichte Christin Wintersig, die immer noch mit ihrer Verletzung kämpft und derzeit nur auf Sparflamme trainieren kann, in 33:05,2 Minuten den 4. Gesamtplatz im Frauenfeld (03. Weibliche Hauptklasse). In 37:45,3 Minuten folgte Elena Blum auf dem 10. Gesamtplatz bei den Frauen.
Von den Reichenauer Männern hatte wieder einmal David Jansen die Nase vorn, 27:48,1 Minuten reichten für ihn aus um die äußerst anspruchsvolle Strecke zu absolvieren, damit war er wieder vorne mit dabei, er kam auf den 7. Gesamtplatz. Stephan Okle folgte auf Gesamtrang 17, 29:28,3 Minuten hatte er gebraucht sich über die Anstiege zu quälen. Nur etwa 20 Sekunden dahinter folgte Marco Sättele, hatte er beim Heimcross auf der Insel noch etwas übermütig begonnen, lief er heute eher übervorsichtig an, konnte aber dank einer schnellen zweiten Runde auf den starken 19. Platz in 29:28,3 Minuten laufen. Knapp hinter Marco folgte Markus Wintersig in 29:57,0 Minuten. Hier ging es sehr eng zu, ebenfalls dicht hinter Markus folgten Christoph Klauser (30:13,9 Minuten) und Peter Wehrle, der nach Verletzung wieder auf dem Weg in Richtung Normalform ist (30:18,0 Minuten). Nur unweit dahinter lief dann bereits Fabian Greis ein (30:38,7 Minuten). Ein hartes Duell lieferten sich auch Karl-Heinz Keller (34:16,7 Minuten) und Walahfried Deggelmann (34:20,2 Minuten), das Karl-Heinz schlussendlich knapp für sich entscheiden konnte. Sven Kächelin folgte in 35:07,3 Minuten vor Berndt Wagner (36:42,5 Minuten). Auch Fabian Sirch, der neu zum SV Reichenau dazu gestoßen ist, kämpfte sich bei seinem ersten Wettkampf überhaupt wacker durch das harte Terrain und konnte sein erstes Rennen in 40:09,9 Minuten beenden.

Hier die Ergebnisse im Überblick:

Auch in Stockach fand am Sonntag ein Nikolauslauf statt, bei dem  drei Reichenauer Läufer  am Start waren und Podestplätze in ihren Altersklassen erreichten. Fünf Runden durch die Altstadt von insgesamt ca. sieben Kilometer Länge mussten gelaufen werden.  Marco Sättele lief ein gutes Rennen, er überquerte nach nur 26:12,4min die Ziellinie und gewann die männliche Jugend . Michaela Wintersig bewies wieder einmal, dass auch laufen kann. Mit einer Zeit von 29:50,3min wurde sie zweite in ihrer Altersklasse und sechste Gesamtfrau. Christin Wintersig, die immer noch mit ihrer Verletzung zu kämpfen hat, musste das erste Mal bei einem Lauf aufgeben. Ihr Bein machte bei dieser verwinkelten und mit sehr  engen Kurven versehenen Stecke einfach nicht mit. Aber dennoch konnten die anderen zwei zufrieden nach Hause fahren.

Mit der in der Breite derzeit bestens aufgestellten Reichenauer Mannschaft stand der Tübinger Nikolaushalbmarathon auf dem Plan, auch um dort in der Mannschaftswertung vorne mitzumischen. Da beim Nikolauslauf fünf Läufer in die Mannschaftswertung kommen und diese Wertung dort einen hohen Stellenwert besitzt, war der Reiz besonders groß. Sehr viele starke Vereine messen sich dort Jahr für Jahr am zweiten Adventsonntag. Mit sechs Mann rückte der SVR an, zuvor hatten allerdings einige Hürden genommen werden müssen. Die Einsätze von Peter Wehrle (langwierige Verletzung) und Christoph Klauser (hartnäckige Erkältung) standen bis zuletzt auf der Kippe. Letztlich waren aber alle am Tag X einsatzfähig. Die letzte Hürde war eine Polizeikontrolle bei der Autobahnauffahrt Markelfingen um kurz nach sieben Uhr. Das Vorhaben zum Nikolauslauf zu fahren erschien dem Polizisten dann auch schnell glaubwürdig, schließlich waren wir schon die vierten die dieses Ziel an diesem Morgen ihm gegenüber geäußert hatten. In Tübingen blieb dann entgegen den Vorhersagen die Sonne fern, die Temperaturen verharrten somit um den Gefrierpunkt. Warm wurde es dennoch allen auf der Strecke, der Kurs über 21,1 Kilometer beinhaltet 320 Höhenmeter, die kontinuierlich über die Strecke verteilt sind. Besonders giftig ist ein etwa 300 Meter langer Anstieg, den es gar zwei Mal zu bewältigen gibt. Extrem stark präsentierte sich nach seinem Vorjahressieg wiederum Jens Ziganke. Nachdem lange Zeit eine recht große Gruppe vorne lief, konnte Jens sich absetzen und in 01:10:33 Stunden vor dem 2:18 Std.-Marathonläufer Markus Weiß-Latzko (Sparda-Team Rechberghausen) und dem Tübinger Lokalmatadoren Lorenz Baum (Halbmarathonbestzeit 1:06 Std.) gewinnen. Damit blieb er auch 20 Sekunden unter seiner Vorjahreszeit. Zweiter Reichenauer Läufer war David Jansen, der profilierte Streckenführungen zu lieben scheint. Lange hielt er sich in der Gruppe um die mit mehr als 40 deutschen Meistertiteln gesegneten Olympiateilnehmerin Sabrina Mockenhaupt  auf, von der er auch ein kleines Andenken in Form eines blauen Flecks durch einen Tritt in die Hacken erhielt, für den die sympathische Siegerländerin sich aber auch umgehend entschuldigte. David durchquerte die knackige Strecke souverän und wurde im Ziel in starken 1:21:25 Stunden gestoppt. Damit hatte er bereits einigen Vorsprung auf seinen Trainingskameraden Stephan Okle aufgebaut, der in 1:26:08 Stunden folgte. Mit der Leistung war auch er durchaus zufrieden, obwohl seine Halbmarathon-Bestzeit deutlich schneller ist, die schwere Strecke ist nicht für schnelle Zeiten ausgelegt, hier geht es eher um den Kampf Mann gegen Mann, ähnlich wie bei Crossläufen, nur eben über eine längere Distanz. Hinter Stephan überraschte Peter Wehrle, nach monatelangem Trainingsausfall wegen einer Verletzung, mit einer sehr guten Leistung, die er so selbst nicht erwartet hätte. Er lief heuer etwas vorsichtiger an und konnte das Tempo durchweg konstant halten. So lief er in 1:28:48 Stunden ins Ziel und brauchte damit nur etwa eine Minute länger als im Vorjahr. Es geht also wieder steil aufwärts bei Peter. Ebenfalls unter der 1:30 Stunden Marke blieb Markus Wintersig in 1:29:55 Stunden. Sonst eigentlich eher selten über solch lange Distanzen im Einsatz, freute auch er sich über die klasse Zeit auf dieser Hammerstrecke. Christoph Klauser, der aufgrund seiner langwierigen Erkältung noch nicht in Topform war, ging das Rennen bewusst ruhig an und kam in 1:35:42 Stunden ins Ziel.
Mit der Mannschaft reichte es zum fünften Platz, was ob der Leistungsdichte sehr stark ist. Sehr häufig wurde der SVR von den Moderatoren erwähnt, die Insel hat nicht nur das Weltkulturerbe zu bieten, sondern wurde in letzter Zeit auch durch die starke Läufertruppe landauf und landab bekannt, so ein sinngemäßes Zitat des Sprechers bei der Siegerehrung. Alle sechs hatten sich den anschließenden Kaffee und Kuchen bei der Siegerehrung wohlverdient.

Waldlauf 2016

Mit einem starken Team reisten die Reichenauer nach Riederich (Nähe Reutlingen). Da mittlerweile eine sehr starke Trainingsgruppe auf der Insel zusammengewachsen ist, präsentiert sich das Reichenauer Team mittlerweile auch überregional wieder an der Spitze. Schon Tage zuvor wurde die Teilnehmerliste analysiert, eigene Berechnungen hatten eine Medaillenchance der Reichenauer ergeben, dafür müsste aber alles passen. Berechnungen sind hier aber ohnehin nur Theorie, im Wettkampf kann vieles anders laufen als erwartet, somit half nur eines: RENNEN. Am Wettkampftag erstrahlte die Wettkampfstätte in hellem Sonnenlicht mit Temperaturen um die 15 Grad. Beste Bedingungen also. Die Strecke, die aus einer etwa 1,8km langen Runde bestand, die bei der Langstrecke fünf Mal zu laufen war, hatte es ganz schön in sich. Die erste Hälfte der Runde ging bergab, die zweite Hälfte wieder bergauf. Flachpassagen hatte es so gut wie keine. Nur drei Wochen nach seinem Marathon war Jens Ziganke schon wieder gut in Schuss, er lief von Anfang an in der Spitzengruppe. Nach etwa 3,5 Runden löste sich der bereits mehrfach im Nationaltrikot gelaufene Marcel Fehr (SG Schorndorf, Bestzeit 5000m 13:38min) aus der Gruppe. Jens konnte anschließend ebenfalls einen Vorsprung auf seine Konkurrenten herauslaufen und mit 16 Sekunden Rückstand auf Fehr als Zweiter in 29:36min die Ziellinie überqueren. Zweitschnellster Reichenauer war David Jansen. Auch er kam mit der anspruchsvollen Strecke gut zurecht und lief in 33:53min auf den 12. Platz. Stephan Okle folgte auf dem 14. Rang in 35:25min. In der Zeitaddition kam man auf 01:38:54h, was in der Mannschaftswertung den zweiten Platz und damit die Silbermedaille bedeutete. Auf den ersten Platz (LG Steinlach) fehlten nur etwa 1,5 Minuten. Damit hatte der SVR am Ende des Tages einen Vizemeistertitel in der Einzel- sowie in der Mannschaftswertung auf der Habenseite stehen. Zufrieden durfte man vor der Heimreise noch eine Wurst verspeisen, als Nachtisch schenkte uns der ausrichtende TSV Riederich dann noch die letzten Stücke Kuchen vom Buffet um ausreichend Energie für die Heimfahrt zu haben. Etwas mehr Energie (allerdings in Form von Benzin) benötigte dann auch das Auto, schließlich musste das Gewicht von insgesamt vier Silbermedaillen zurück transportiert werden.

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