Erster Schauplatz der Crosslaufserie 2016/17 war am Sonntag das Terrain rund um die Hochwart. Eine Läuferschar von 249 Personen fand sich hinter der Gemüsehalle ein, um sich durch Dreck, Matsch und giftige Anstiege zu kämpfen. Höhepunkt war wieder einmal der Anstieg mitten durch die Reben bis hinauf zum Hochwartgipfel, der beim Hauptlauf gleich drei Mal passiert werden darf. Den Anfang machten aber zunächst die Kleinsten, der Läufernachwuchs misst sich auf einer Strecke von etwa 900m. Hier konnte Johanna Bielak den 12. Platz in der Altersklasse WK U12 erzielen, Nils Wohlhüter belegte den 6. Platz in der MK U10.
Die Jugendlichen hatten anschließend eine etwas längere Strecke von 1.800m zu absolvieren. Dort belegte Michal Bilak den 8. Rang in der MJ U14, Claudius Wetzel landete in der MJ U16 auf dem 4. Platz. Sieger der Herzen auf der Jugendstrecke war Aaron Sättele. Leider hatte er den Startschuss verpasst, um dennoch zu laufen reihte er sich außer Konkurrenz am Ende des Feldes kurz nach der Startlinie ein, zwar ist damit eine offizielle Wertung nicht mehr zulässig, Aaron arbeitete sich aber dennoch in außerordentlicher Geschwindigkeit durch das ganze Feld nach vorne und baute einen ordentlichen Vorsprung auf. Damit hat er eindeutig gezeigt, dass er in dem Feld mit Abstand der stärkste Läufer war, weshalb er sich über das Missgeschick nicht lange ärgern sollte. Es bleiben noch drei Läufe um den Gesamtsieg klar zu machen, und nach diesem starken Auftritt wird es die Konkurrenz dort sehr schwer haben gegen ihn.
Um 10:40 Uhr gab dann Berno Spicker den gemeinsamen Startschuss der Kurzstrecke und des Hauptlaufs. Mit einer amüsanten Ansprache vor dem Abfeuern der Startpistole hatte er dafür gesorgt, dass so mancher mit einem sichtbaren Grinsen auf dem Startfoto zu sehen ist. Viele konnten die gute Laune vom Start mit auf die Strecke nehmen, so zum Beispiel Michaela Wintersig, sie belegte auf der Kurzstrecke den 2. Platz in der
WJ U20. Gewohnt stark lief auch Bruno Spitzhüttl auf den 2. Rang der MJ U18. Danach folgten Schlag auf Schlag Vital Breig bei seinem ersten Crosslauf und Fabio Gasser. Die MJ U20 gewann sein Bruder Jannis Gasser. Nach langwierigen Verletzungsschwierigkeiten und daraus folgendem Trainingsrückstand begnügte sich Peter Wehrle heute auch mit der Kurzstrecke. Dort konnte er in der Männerklasse den 2. Platz belegen. Bei den nächsten drei Läufen der Serie möchte er aber wieder über die volle Distanz angreifen. Knapp hinter Peter folgte auf dem 3. Rang Manuel Soriano. Ähnlich wie Peter, war auch Christin Wintersig die letzten Tage nicht ganz schmerzfrei gewesen und war daher nur sehr wenig im Training gelaufen, musste sich beim Hauptlauf aber dennoch nur Dauerkonkurrentin Laura Knörr (TV Konstanz) geschlagen geben. Mit dem zweiten Gesamtplatz und der Zeit war sie unter diesen Umständen sehr zufrieden. Es wird bei den nächsten drei Veranstaltungen aber sicherlich noch heiße Duelle zwischen den beiden geben. Ein spannendes Rennen gab es auch zwischen Elena Blum (9. Gesamt) und Manuela Rometsch (10. Gesamt), beide schafften es unter die Top 10 der Frauen, zudem konnten beide jeweils ihre Altersklasse gewinnen.
Schnellster Reichenauer Mann war David Jansen, der wieder einmal seine starke Form unter Beweis stellte. Er kam auf den 6. Gesamtplatz des Männerfeldes. Dahinter konnte Lukas Gasser überzeugen, hatte er beim letzten Cross auf der Insel etwas forsch begonnen und musste seinem hohen Anfangstempo gegen Ende Tribut zollen, ging er dieses Mal zwar ähnlich forsch an, wurde aber die ganze Zeit nicht langsamer und konnte einen starken 10. Gesamtplatz erzielen. Auf dem 12. Rang folgte Stephan Okle, der mit der aktuellen Crosslaufserie in die Seniorenklasse M30 aufgestiegen ist, obwohl er noch fast ein Jahr vom 30. Geburtstag entfernt ist. Zufrieden mit seiner Leistung wird er in nächster Zeit wohl noch nicht an den Ruhestand denken. Einen Großteil des Rennens hatte er mit dem zehn Jahre jüngeren Marco Sättele zu kämpfen, der mutig anlief und lange Zeit vor Stephan lag, dann aber auf der Schlussrunde sein Tempo nicht mehr ganz halten konnte. Dennoch sprang eine starke Zeit und ein sehr guter 16. Gesamtplatz heraus. Dahinter kam auf dem 18. Platz Markus Wintersig ebenfalls sehr weit vorne platziert ins Ziel. Gute Leistungen zeigten dahinter auch Fabian Greis, Karl-Heinz Keller, der 2. der M55 wurde, Walahfried Deggelmann, Berndt Wagner und Pavel Borisov.

Hier die Ergebnisse im Überblick:

Frankfurt Marathon Jens Ziganke Bei den im Rahmen des Frankfurt-Marathons ausgetragenen deutschen Marathonmeisterschaften konnte Jens Ziganke eine neue persönliche Bestleistung sowie eine Top-Platzierung bei nationalen Titelkämpfen erzielen. Jens hatte sich dieses Mal vorgenommen etwas vorsichtiger anzugehen und möglichst auf der zweiten Hälfte nicht langsamer zu werden. Von Beginn an lief er in der Gruppe um die Deutsch-Afrikanerin Fate Tola, die später Gesamtzweite bei den Frauen und deutsche Meisterin wurde. Dies brachte auch unseren Sponsoren auf dem SVR-Trikot einige Öffentlichkeitswirkung ein, Jens war sehr oft und lange in Vollbild in der Liveübertragung im TV zu sehen, da die Kameras meist auf diese Gruppe um Fate Tola gerichtet waren.

Die Gruppe passierte die erste Hälfte in 1:12:30 Stunden, so wie es der Plan gewesen war. Auf der zweiten Hälfte durch Frankfurts Straßenschluchten wurde Jens dann gegen

Ende nur minimal langsamer. Beim Zieleinlauf in der Frankfurter Festhalle im Schatten der großen Bankentürme, blieb die Uhr bei 2:26:25 Stunden stehen. Damit war Jens über eine Minute schneller als seine bisherige persönliche Bestleistung. Zudem belegte er damit in der DM-Wertung den starken 14. Platz. Entsprechend zufrieden zeigte er sich danach, auch über die Marathondistanz einen Schritt nach vorne gemacht zu haben.

Ein unerfreulicher Anlass führte zur Entstehung dieser Veranstaltung in Sigmaringen. Im Mai dieses Jahres verunglückte der Triathlet Karsten Pfeiffer bei einem Wettkampf in Österreich mit dem Rennrad so schwer, dass er querschnittsgelähmt war. Sein Verein, das Ausdauerleistungszentrum (ALZ) Sigmaringen, bemüht sich seit dem tragischen Vorfall sehr um den verunglückten Kameraden. So kam es, dass ein Spendenlauf ins Leben gerufen wurde, unter anderem um die Wohnung behindertengerecht umzurüsten. Drei Athleten vom SVR (Christin Wintersig, David Jansen und Stephan Okle) waren beim Lauf mit dabei, um dort das Nützliche (Helfen) mit dem zu verbinden, was sie ohnehin andauernd machen (Laufen). Kaum hatte Stephan Okle in der Ausschreibung bemerkt, dass der 5 km-Lauf 20 Minuten vor dem 10km-Lauf gestartet wurde, war auch schon die Idee geboren, beide Läufe zu absolvieren, das Zeitfenster von 20 Minuten für 5km war hierfür prädestiniert. Der momentan äußerst fitte David Jansen war von der Idee ebenfalls sehr schnell angetan. Durch den Doppelstart wurde somit auch das Doppelte gespendet, also eine gute Sache. Während Stephan beide Läufe kontrolliert unter 4er Schnitt laufen wollte um somit auf zügige 15 Kilometer zu kommen, ließ David es sich nicht nehmen jeweils vorne mitzugehen. So kam er über 5km schon nach 17:18 Minuten auf Platz 5 ins Ziel und hatte noch ausreichend Zeit sich zu der etwa 500 Meter entfernten Startlinie des 10km-Laufes zu begeben, an der er dann mit noch etwas weichen Knien stand. Stephan lief die 5km kontrolliert in 19:22 Minuten, erreichte dadurch die Startlinie des 10km-Laufes allerdings erst etwa eine halbe Minute nachdem der Startschuss ertönt war. Aus ungewohnter, aber interessanter Perspektive arbeitete er sich durch fast das gesamte Läuferfeld bis auf Platz 15 vor, gestoppt wurde er dann mit 39:22 Minuten (abzüglich der halben Minute waren es netto 38:50 Minuten). David, der seinen Startplatz ja schon vorne eingenommen hatte, drückte wieder einmal ordentlich auf das Gas und lief nach den ohnehin schon starken 5km auch noch eine persönliche Bestleistung über 10km, in 36:51 Minuten schaffte er es wiederum auf den fünften Gesamtplatz und den ersten in der Hauptklasse.
Christin Wintersig zog es vor, sich auf eine Strecke zu konzentrieren, sie entscheid sich für die 10km-Strecke. Nachdem sie anfangs noch mit schweren Beinen zu kämpfen hatte, kam sie nach und nach besser in Tritt. In starken 41:11 Minuten musste sie nur Ricarda Hotz, der Siegerin vom Insellauf, den Vortritt lassen. In der weibliche U20 siegte sie.
Bei traumhaftem goldenem Oktoberwetter waren über 600 Läufer ans Sigmaringer Donauufer gekommen um laufend zu helfen.

Als letzten härteren Vorbereitungslauf für den am kommenden Sonntag anstehenden Frankfurt-Marathon nutzte Jens Ziganke den 31,65km langen Lauf im Schwäbischen. Dabei hatte er die gesamte Strecke mit Kay-Uwe Müller (TSG Schwäbisch Hall) einen starken Konkurrenten im Nacken. Gemeinsam trieben sie sich über die Strecke zu einer guten Zeit. Trotz zwischenzeitlicher Magenprobleme hatte Jens am Ende den längeren Atem und konnte in 1:53:04,2 Stunden mit 3 Sekunden Vorsprung vor Müller die Ziellinie überlaufen. Man darf sich also gespannt auf den Marathon in der Mainmetropole freuen, dieser wird im Übrigen am Sonntag (30.10.) ab 09:55 Uhr live im Hessischen Rundfunk übertragen.

Sehr erfolgreich waren die Reichenauer Läufer auch dieses Jahr wieder beim Konstanzer Altstadtlauf. Ina Wilz und Fabio Gasser liefen erfolgreich die 2035m lange Schülerstrecke. Ina wurde mit einer Zeit von 9:40,9min 17. in ihrer Altersklasse, Fabio mit 7:13,3min sechster bei den SchülerA. 

Im Hauptlauf mussten vier große Runden gelaufen werden. Vom SVR liefen diese 8140m lange Strecke  Fabian Greiss und Berndt Wagner. Fabian machte mit seiner Zeit von 31:35,4min einen guten 5.Platz in der  M30, Berndt lief nach 37:14,7min über die Ziellinie und blieb damit in der ersten Hälfte des Gesamtfeldes.

Dann kam der Startschuss für die Mittelstrecke (4070m). Einige Zeit lief Bruno Spitzhüttl dem gesamten Feld vorneweg, erst in der zweiten Runde musste er sich zwei Konkurrenten geschlagen geben und kam nach 13:56,9min ins Ziel. In seiner Altersklasse belegte er dennoch einen hervorragenden 1.Platz. Auch Jannis Gasser und Stefan Wilz liefen ein gutes Rennen, Stefan lief mit seiner Zeit von 14:47,1min auf Platz 5 der mJugend B, Jannis auf Platz 8 (15:20,1min).

Christin und Michaela Wintersig ließen nicht lange auf sich warten.  4050m der Strecke den Mädchen und Frauen vorneweg gelaufen, musste Christin sich keine zwanzig Meter  vor der Ziellinie doch noch geschlagen geben. Die gesamte Strecke war sie mit einem halben Meter Abstand ihrer Konkurrentin vorausgelaufen, bis diese kurz vor Schluss ihre Reserven auspackte und Christin nichts mehr machen konnte. Ihre Altersklasse gewann sie mit einer Zeit von 15:24,8min dennoch. Auch Michaela konnte ihre Form zeigen und lief nach 16:44,5min über die Ziellinie, sie belegte den sechsten Platz der wJugend B.

Hier die Ergebnisse im Überblick:

Traditionell in der Saisonpause finden unsere Vereinsmeisterschaften statt, in diesem Zeitraum, in dem das spezifische Training noch nicht ganz so ausgeprägt ist, trauen sich auch mal die Mittel- und Langstreckler an für sie ungewohnte Disziplinen ran und messen sich im Mehrkampf mit den meist deutlich vielseitigeren Jugendlichen. Nicht selten kommt es dabei zu kuriosen Situationen. Letztlich steht bei dieser Veranstaltung der Spaß im Vordergrund, so dass alle gemeinsam über gelegentlich verunglückte Würfe/Sprünge (z.B. die des Abteilungsleiters) lachen können. Modus der Veranstaltung war ein Fünfkampf bestehend aus 100m-Lauf, wahlweise Weit- oder Hochsprung, Diskus, Speer sowie einem abschließenden 1000m-Lauf. Hatten die Läufer über 100m noch einigermaßen gute Karten, trennte sich dann bei den Sprüngen und spätestens bei den Wurfdisziplinen die Spreu vom Weizen. Etwas Wiedergutmachung war dann allerdings beim abschließenden 1000er möglich. Allerspätestens beim anschließenden Grillen und gemütlichen Beisammensein bei Berno Spicker, spielten dann alle wieder in derselben Liga. Sowohl Jugendliche und Aktive feierten dort gemeinsam ihre Erfolge in herrlicher Kulisse direkt am See.

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