Die beiden Straßenläufer Christoph Klauser und Peter Wehrle machten sich auf den Weg zum Schluchseelauf, wo eben dieser See von knapp 5000 Läufern und Läuferinnen einmal umrundet wird, wobei 18,2 Kilometer zurückgelegt werden müssen. Beide hatte sich vorgenommen ihre jeweilige Vorjahreszeit zu unterbieten, was ihnen auch gelingen sollte. Und zwar beiden genau um 25 Sekunden, die zwei haben im vergangenen Jahr somit den identischen Leistungszuwachs erreicht. Christoph bewältigte die Seerunde in 1:10:33 Minuten und landete damit auf dem starken 37. Gesamtplatz, Peter folgte nach 1:13:15 Stunden auf Gesamtrang 64. Damit waren beide sehr zufrieden und konnten anschließend ein schaumiges Kaltgetränk einer dort ansässigen Brauerei genießen.

Bei diesem Meeting in Albstadt-Tailfingen wurde auch eine Langstrecke über die 12,5 Stadionrunden (5000 Meter) angeboten. Stephan Okle wollte diese Veranstaltung nutzen um den ersten 5000er der Saison in die Beine zu bekommen um dann in der Folge möglichst darauf aufbauen zu können. Dass er auf diese Leistung in den kommenden Wochen aufbauen muss, ist beim Blick in die Ergebnisliste unübersehbar. Überhaupt nichts lief bei ihm an diesem Abend. So richtig erklären kann er sich diesen Verlauf auch nicht, aber schon die ersten 2000 Meter waren langsamer als angepeilt und fühlten sich deutlich zu hart an. Die Beine waren kraftlos und erzeugten keinen wirklichen Vortrieb, so war auch die Motivation im Eimer, die letzte Hälfte „joggte“ er noch bis uns Ziel wo die Uhr dann bei 18:43,90 Minuten stoppte. Damit war er 1,5 Minuten langsamer als seine persönliche Bestzeit, ebenfalls lief er bei einem 10-Kilometerlauf im März bereits 37:04 Minuten, was zwei Mal hintereinander 18:32 Minuten über 5km entspricht, also offensichtlich dass irgendwas nicht passt. Bleibt zu hoffen, dass es eine schlechte Tagesform war und diese Zeit in den nächsten Wochen wieder gerade gerückt werden kann, die Trainingswerte der letzten Zeit deuten zumindest darauf hin.

Alljährlich stattet Peter Ende April seinen Verwandten in Heidelberg einen Besuch ab, und zwar immer an einem bestimmten Wochenende. Grund dafür, Ende April findet dort Jahr für Jahr der Halbmarathon statt.  So pflegte Peter auch in diesem Jahr die Tradition. Die sehr anspruchsvolle Strecke mit über 400 Höhenmetern lässt keine Bestzeiten zu, dennoch ist die beliebte Veranstaltung mit 3.500 Teilnehmern jedes Jahr frühzeitig ausgebucht. Peter, der leidenschaftlicher Fußballfan des 1. FC Köln ist, kündigte an, im Falle einer Nichtniederlage gegen den BVB im Köln-Trikot laufen zu wollen.  Der Abteilungsleiter der Reichenauer Leichtathleten hatte ihm ausnahmsweise eine einmalige Sondergenehmigung, mit einem anderen Trikot als dem offiziellen SVR-Trikot starten zu dürfen, erteilt. Beflügelt vom Unentschieden des 1. FC Köln konnte Peter eine gute Leistung abrufen und kam 1:28:49 Minuten auf Gesamtplatz 76 und Platz 5 in der Altersklasse M45 ins Ziel. Man kann also auf weitere gute Leistungen (dann wieder im roten SVR-Trikot) hoffen.

Am Tag darauf nutzte Christine Eiermann das traditionelle Regenwetter am 01. Mai um den Halbmarathon in Überlingen zu laufen. Seit drei Jahren besteht diese Veranstaltung und jedes Jahr schüttete es wie aus Kübeln. Christine ließ sich aber nicht abschrecken, sondern trotzte dem Regen und kam nach 1:52:25 Stunden auf Gesamtrang 24. bei den Frauen und dem 5. Platz der Altersklasse W50 ins Ziel.

Am Sonntag ging es dann weiter. Vier Reichenauer Läuferinnen zeigten in Konstanz noch einmal, dass sie laufen können. Trotz etwas vorbelasteter Beine von den Meisterschaften am Vortag konnte sich Christin Wintersig hinter den Konstanzerinnen Laura Knörr und Sandra Braun den 3.Gesamtplatz sichern. Die beiden liefen Kopf an Kopf über die Ziellinie, Christin folgte wenig später mit einer Zeit von 28:38,9min und gewann ihre Altersklasse. Auch ihre Schwester Michaela ließ nicht lange auf sich warten, nach 31:28,1min wurde sie Gesamtsechste. Direkt dahinter lief  Manuela Rometsch als Gesamtsiebte (31:39,9min) ins Ziel. Die beiden kamen in ihren Altersklassen jeweils auf den 2.Platz und konnten sich- wie auch Christin- über einen kleinen Obstkorb und einen Fitnessstudiogutschein freuen.  Die drei dürfen nun einen Monat umsonst im Mrs.Sporty trainieren…mal schauen, wer am fleißigsten ist… Ina Wilz zeigte, dass große Rücksichtnahme auf sie beim Training nicht mehr nötig ist. Souverän lief sie die ca. 7km lange Strecke durch und überquerte nach 39:38,0min als achte in der wU20 die Ziellinie.  Zufrieden konnten die Vier dann nach Hause fahren und hoffen, im nächsten Jahr mit einer noch größeren Reichenauer Gruppe an dem schön geführten Lauf teilzunehmen.

Drei Reichenauer Jugendliche nutzten die Engener Bahneröffnung für die erste Stadionveranstaltung der Saison. Marco Sättele und Joshua Hendrich sprinteten zuerst die 200 Meter und warfen anschließend den Speer. Stefan Wilz entschied sich für die 800 Meter.
Über 200 Meter blieb Marco mit 24,52 Sekunden deutlich unter 25 Sekunden, auch Joshua lief mit exakt 26,00 Sekunden eine starke Zeit. Marco legte anschließend mit dem Speer nach, diesen brachte er auf sehr gute 45,00 Meter, bei Joshua blieb das Wurfgerät bei 37,59 Metern im Rasen stecken. Als Joshua und Marco ihre Dienste bereits verrichtet hatten, konnten sie bei Stefans 800 Meterlauf von der Tribüne aus mitfiebern. Auch Stefan zeigte in 2:21,76 Minuten eine gute Leistung.

Christin Wintersig und Jens Ziganke haben den SVR bei den Baden-Württembergischen Langstreckenmeisterschaften (5000m) in Leinfelden erfolgreich vertreten. Christin konnte sich nach einem guten Rennen sogar die Silbermedaille sichern.  Anfangs im Mittelfeld gestartet, ließ sie einige Läuferinnen hinter sich und musste die letzten Runden relativ alleine laufen. Der Abstand zur Läuferin nach vorne war groß und es saß auch keine Konkurrenz direkt im Nacken.  Nach einem anstrengenden Lauf war die Freude über die Medaille dann groß.

Auch Jens war flott unterwegs, mit einer Zeit von unter  15 Minuten verpasste er am Ende nur knapp einen Podestplatz und wurde Vierter.  Trotz des am Ende etwas verschenkten dritten Platz ist das für sein erstes Rennen im Jahr durchaus zufriedenstellend.

Was man sich nicht vorstellen kann, ist trotzdem passiert: Bei offiziellen Meisterschaften hat die Zeitmessung durch alle Läufe hinweg nicht funktioniert. Es hat alles anch Plan stattgefunden, erst bei der Siegerehrung wurde dann bekanntgegeben, dass es Probleme gab und vorerst nur die Platzierungen gelten. Später wurden Zeiten rekonstruiert, wobei allerdings viel Willkür mit im Spiel war und man außer den teils selbst gestoppten Zeiten kein  Ergebnis hat. Da bei Meisterschaften in erster Linie eh die Platzierung von Bedeutung ist, muss man die Zeit in diesem Fall einfach mal außen vor lassen.

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