Beim Gerlinger Solitudelauf ging Sven Kächelin an den Start. Auf der anspruchsvoll profilierten Halbmarathonstrecke mit 450 Höhenmetern zeigte Sven eine gute Leistung und war lange Zeit auf Kurs zu einer Zeit unter 1:30 Stunden. Ab Kilometer 17 plagten ihn für die verbleibenden vier Kilometer Seitenstiche, so dass er noch etwas Zeit einbüßte. Die Ziellinie überquerte er dennoch sehr zufrieden nach 1:34:37 Stunden auf dem 65. Gesamtplatz.

Vier Reichenauer waren beim Talwiesenlauf am Start und räumten dort praktisch alles ab was es zu gewinnen gab. Allen voran war an diesem Tag David Jansen, den der Streckenrekord reizte. Er entschied sich spontan den Halbmarathon zu laufen. Die Ankündigung den Streckenrekord zu unterbieten, setzte er fulminant um. Vom Start weg zog er los, der bisherige Rekordinhaber Marc Seiterle hatte keine Chance zu folgen. Komplett allein an der Spitze passierte David die 10-Kilometermarke in etwa 34 Minuten. Auf den letzten Kilometern war der Vorsprung derart groß geworden, dass er nicht mehr voll durchziehen brauchte. Die Ziellinie überquerte er in extrem starken 1:13:25,1 Stunden und blieb damit etwa vier Minuten unter dem bisherigen Streckenrekord. Auch seine persönliche Bestzeit konnte er phänomenal um vier Minuten verbessern. Mit diesem Paukenschlag sorgte er für viel Aufmerksamkeit in der Laufszene.

Auch Simon Schurter zeigte bei seinem Halbmarathondebut eine tolle Leistung. Sogleich schaffte er es auf das Podest. Vorgenommen hatte er sich etwa einen Kilometerschnitt von 4 min/km zu laufen, konnte diese Vorgabe aber deutlich unterbieten. Bereits nach 1:22:34,8 Stunden lief er auf dem 3. Gesamtrang ins Ziel.

Stephan Okle hatte sich zu Trainingszwecken für den 14-Kilometerlauf gemeldet. Geplant war ein schneller gesteigerter Tempodauerlauf zu Trainingszwecken. Stephan übernahm schon zu Anfang die Führung, die er bis ins Ziel stetig ausbaute. In 56:15,5 Minuten holte er sich den Gesamtsieg.

Peter Wehrle trat beim 7-Kilometerlauf an, den er als Test für den Halbmarathon in Heidelberg am kommenden Wochenende nutzten wollte. Peter zeigte ebenfalls eine starke Leistung, während des Rennens lag er lange auf dem 4. Platz, konnte sich aber im Verlauf des Rennens auf den 2. Platz vorarbeiten. Mit dem Silberrang und der Zeit von 27:01,0 Minuten zeigte sich Peter sehr zufrieden und kann mit Selbstvertrauen in Heidelberg an den Start gehen.

Sehr zufrieden zeigten sich die Reichenauer Läufer bei der Siegerehrung, alle vier Angetretenen landeten in der Gesamtwertung auf dem Podium und durften somit im Besitz eines Pokales die Heimreise antreten.

Sehr gut vertreten haben Michaela, Christin und Markus Wintersig den SV Reichenau in Tönisvorst am Niederrhein. Über das Wochenende haben die drei sich in die alte Heimat aufgemacht, um dort beim  Apfelblütenlauf viele alte Bekannte zu treffen und die Familie zu besuchen.

Die 10km Strecke verlief durch die Apfelbaum- Felder, wobei alle drei zeigten, dass sie schon eine Woche nach dem Trainingslager in Topform sind.

Als erster der Familie und 4. Mann überquerte Markus nach schon 38:25min die Ziellinie, seine Altersklasse gewann er hiermit. Auch Christin ließ nicht lange auf sich warten. Mit einer Zeit von 40:07min lief sie als 9. überhaupt ins Ziel. Damit sicherte sie sich nicht nur den Altersklassensieg, sondern auch den 2.Gesamtplatz bei den Frauen. Michaela spürte das viele Training der letzten Woche noch etwas in den Beinen, war aber trotzdem flott unterwegs.  Nach 44:56min lief sie ins Ziel, was neben dem 4.Frauengesamtplatz auch den 2. der wU21 bedeutete.

Bei der groß angelegten Siegerehrung sorgte der Moderator mit kurz gefassten Interviewfragen und eigenen Kommentaren dafür, dass die Reichenau im Bodensee bekannt wurde.  Neben dem 2. Platz der Frauen und den beiden Altersklassensiegen hatten die drei überraschenderweise auch die Teamwertung gewonnen. So stand die ganze Zeit mindestens ein Reichenauer auf der Bühne und musste den Fragen standhalten.

Zufrieden konnte dann beladen mit Körben mit Apfelspezialitäten die Rückfahrt angetreten werden,

Mittlerweile fast schon traditionell reiste auch dieses Jahr wieder eine 14-köpfige Mannschaft ins Trainingslager nach Viareggio (Italien). Mit dem Ziel, nach dem Winter alle wieder fit zu bekommen, wurde der Tag früh begonnen. Um sieben Uhr wurden alle –auch die, die nicht selbstständig aufgestanden sind- aus den Federn zum Auftakt  an den Strand gescheucht.  Und das Laufen bei Sonnenaufgang am Meer gab jedem die nötige Frische und den Appetit, sich das Frühstück so richtig schmecken zu lassen!

Dank eines reichhaltigen Frühstücksbuffets gut gestärkt kam nach einer kurzen Verdauungspause die erste richtige Trainingseinheit: Auf dem Platz mehrere 800m-Läufe, Pyramidenläufe oder kurze Schnelligkeitsstrecken, damit man sich das Mittagessen auch verdiente. Mehr oder weniger zur Anstrengung gewillt, konnte sich doch jeder mal nicht mehr zurückhalten. Während Jens mehrere 400er lief, teilt sich der Rest für jeweils 200m auf. Dabei wurden vor allem Bruno und Timo vom Ehrgeiz gepackt und rannten alle zehn ohne Rücksicht auf die Anstrengung  Jens vorweg.

Am ersten Tag fiel das Mittagessen vom Hotel etwas spärlich aus. „Ernsthaft? Wie sollen wir mit nur Brötchen, Obst und Joghurt heute Mittag wieder laufen können?“ waren da so die Kommentare. Da es die nächsten Tage aber noch Nudeln dazu gab, konnte das Training uneingeschränkt fortgesetzt werden.

In der Pause nach dem Mittagessen schafften es einige nicht mehr aus den Betten, andere sonnten sich am Strand, gingen Kaffee trinken oder prominierten auf der Strandpromenade.

Hier gab es auch einiges zu beobachten: Dank des G7-Treffens in der naheliegenden Stadt Lucca wohnten wir neben Prominenz - unter anderem dem amerikanischen Außenminister. Mit vielen Polizeiwagen, Security, Feuerwehr und Straßensperren wurde das Nachbarhotel drei Tage lang 24h bewacht.

Nachmittags ging es dann weiter. Oft war ein langer Lauf am Strand oder im Wald angesagt. Nachdem sich beim ersten Mal so manch einer nicht mehr zurückhalten konnte und das Tempo in der vorderen Gruppe hoch gehalten wurde, ging es andere Male etwas ruhiger zu. Aber manchmal macht das schnelle Laufen doch einfach Spaß, was auch Stefan Wilz feststellen musste, selbst wenn man danach völlig platt ist…

Viareggio Strandlauf

Zwischendurch flogen dann die Speere am Strand. Da unter der Woche genügend Platz ist, fand das Training hier statt. Der ein oder andere Italiener schaute zwar etwas verdutzt, fand es am Ende aber vermutlich doch einfach originell. Da das Wetter durchweg sonnig war, wurde das Meer nach schweißtreibenden Einheiten regelmäßig  zur Abkühlung genutzt. Danach waren die Beine schon- fast…- von alleine wieder fit!

Der Tag haben wir dann immer gemeinsam in einer Pizzeria gemütlich ausklingen lassen.  Appetit war ausreichend vorhanden und auch das Bier schmeckt nach solchen Tagen einfach super. Den größten Hunger gestillt, wurde der anschließende Gang zur Eisdiele ebenfalls fester Bestandteil des Abendprogramms. Genauso die Bar, um die anstehenden Fußballspiele zu schauen, den Flüssigkeitsspeicher wieder aufzufüllen und ein eventuell im Magen verbliebenes kleines Loch mit italienischen Häppchen zu füllen.

An zwei Nachmittagen wurde auch Kultur gemacht. Dieses Jahr ging es noch einmal nach Lucca, um den Torre „Luigi“ (mit Olivenbäumen bewachsen) besteigen zu können, der letztes Jahr schon geschlossen war. Hier war es fast menschenleer, da wegen des G7-Treffens die halbe Innenstadt gesperrt und bewacht war. Das andere Mal war Florenz mit Ponte Vecchio, Rathaus, Dom und anderem an der Reihe. In Grüppchen aufgeteilt staunten die einen über den Ausblick vom Aussichtspunkt, die anderen gönnten sich auf einer Treppe etwas zu trinken oder bummelten einfach durch die Gassen.

So konnten wir dann eine sonnige Woche später mit zwar schweren Beinen, aber wieder fit, braungebrannt und zufrieden an den kalten Bodensee zurückfahren!

Viareggio Gruppenbild

Auf den Straßen von Freiburg und Berlin waren unsere Läufer in dieser Woche unterwegs. In der Stadt an der Dreisam liefen Christoph Klauser und Peter Wehrle. Christoph, der aufgrund einigem beruflichem Reisestress die letzten Wochen keine optimale Vorbereitungsphase hatte, konnte dennoch mit 1:20:29 Stunden eine gute Leistung abliefern, damit landete er auf dem 54. Platz. Peter kam in exakt 1:26:00 Stunden auf den 144. Gesamtplatz von über 6000 Startern.

Zeitgleich an der Spree war Jens Ziganke unterwegs. Beim mit 34.000 Teilnehmern größten deutschen Halbmarathon zeigte Jens eine hervorragende Leistung. Mutig lief er los, passierte die 5-Kilometermarke in 15:44 Minuten, nach 10 Kilometern standen 31:57 Minuten auf der Uhr. Die zweite Rennhälfte konnte Jens dann in gleichbleibend schnellem Tempo zurücklegen. Im Ziel zeigte die Uhr 1:07:26 Stunden an, womit er seine bisherige Bestleistung um eine knappe halbe Minute steigern konnte. Damit kam Jens auf den starken 24. Gesamtplatz und war sechstschnellster deutscher Läufer in dem international besetzten Feld.

Gemeinsam auf den Weg nach Oensingen (Kanton Solothurn) machten sich Peter Wehrle, Jens Ziganke und Stephan Okle. Man wollte das starke Feld bei den nationalen Meisterschaften der Nachbarn nutzen um eine schnelle Zeit auf den Asphalt zu legen. So richtig wollte dies aber nur einem der Dreien gelingen. Jens lief in einem unrhytmischen, von Tempowechseln geprägten Rennen in der Verfolgergruppe. Innerhalb dieser Gruppe konnte er sich gut behaupten und lief in dem hochdotierten Feld schließlich als Achter nach 31:14,6 Minuten über die Ziellinie. Weniger gut lief es bei Stephan und Peter. Stephan, der aufgrund muskulärer Probleme die letzten Wochen weitgehend auf schnelle Trainingseinheiten hatte verzichten müssen, musste nach der ersten Rennhälfte, die noch einigermaßen im Plan war, Tribut zollen und kam nach 38:21,1 Minuten auf dem 199. Platz ins Ziel. Bei Peter schien die Tagesform nicht zu passen, er kam nicht wirklich in Tritt, nach 39:06,0 Minuten lief er auf Platz 215 ins Ziel. Zufrieden zeigte er sich damit nicht, er sollte sich dennoch nicht zu viele Gedanken machen, schließlich bleiben noch genügend Wettkämpfe für eine Wiedergutmachung.

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