Sehr erfolgreich waren die Reichenauer Läufer auch dieses Jahr wieder beim Konstanzer Altstadtlauf. Ina Wilz und Fabio Gasser liefen erfolgreich die 2035m lange Schülerstrecke. Ina wurde mit einer Zeit von 9:40,9min 17. in ihrer Altersklasse, Fabio mit 7:13,3min sechster bei den SchülerA. 

Im Hauptlauf mussten vier große Runden gelaufen werden. Vom SVR liefen diese 8140m lange Strecke  Fabian Greiss und Berndt Wagner. Fabian machte mit seiner Zeit von 31:35,4min einen guten 5.Platz in der  M30, Berndt lief nach 37:14,7min über die Ziellinie und blieb damit in der ersten Hälfte des Gesamtfeldes.

Dann kam der Startschuss für die Mittelstrecke (4070m). Einige Zeit lief Bruno Spitzhüttl dem gesamten Feld vorneweg, erst in der zweiten Runde musste er sich zwei Konkurrenten geschlagen geben und kam nach 13:56,9min ins Ziel. In seiner Altersklasse belegte er dennoch einen hervorragenden 1.Platz. Auch Jannis Gasser und Stefan Wilz liefen ein gutes Rennen, Stefan lief mit seiner Zeit von 14:47,1min auf Platz 5 der mJugend B, Jannis auf Platz 8 (15:20,1min).

Christin und Michaela Wintersig ließen nicht lange auf sich warten.  4050m der Strecke den Mädchen und Frauen vorneweg gelaufen, musste Christin sich keine zwanzig Meter  vor der Ziellinie doch noch geschlagen geben. Die gesamte Strecke war sie mit einem halben Meter Abstand ihrer Konkurrentin vorausgelaufen, bis diese kurz vor Schluss ihre Reserven auspackte und Christin nichts mehr machen konnte. Ihre Altersklasse gewann sie mit einer Zeit von 15:24,8min dennoch. Auch Michaela konnte ihre Form zeigen und lief nach 16:44,5min über die Ziellinie, sie belegte den sechsten Platz der wJugend B.

Hier die Ergebnisse im Überblick:

Traditionell in der Saisonpause finden unsere Vereinsmeisterschaften statt, in diesem Zeitraum, in dem das spezifische Training noch nicht ganz so ausgeprägt ist, trauen sich auch mal die Mittel- und Langstreckler an für sie ungewohnte Disziplinen ran und messen sich im Mehrkampf mit den meist deutlich vielseitigeren Jugendlichen. Nicht selten kommt es dabei zu kuriosen Situationen. Letztlich steht bei dieser Veranstaltung der Spaß im Vordergrund, so dass alle gemeinsam über gelegentlich verunglückte Würfe/Sprünge (z.B. die des Abteilungsleiters) lachen können. Modus der Veranstaltung war ein Fünfkampf bestehend aus 100m-Lauf, wahlweise Weit- oder Hochsprung, Diskus, Speer sowie einem abschließenden 1000m-Lauf. Hatten die Läufer über 100m noch einigermaßen gute Karten, trennte sich dann bei den Sprüngen und spätestens bei den Wurfdisziplinen die Spreu vom Weizen. Etwas Wiedergutmachung war dann allerdings beim abschließenden 1000er möglich. Allerspätestens beim anschließenden Grillen und gemütlichen Beisammensein bei Berno Spicker, spielten dann alle wieder in derselben Liga. Sowohl Jugendliche und Aktive feierten dort gemeinsam ihre Erfolge in herrlicher Kulisse direkt am See.

Herausragende Leistungen zeigten die Reichenauer Läufer an diesem Wochenende in Bräunlingen. Allen voraus lief David Jansen ein grandioses Rennen und gewann den Halbmarathon. Dass er derzeit in bestechender Form ist, zeigt er derzeit nicht nur seinen Trainingskameraden bei den harten Tempoeinheiten an der Hochwart, sondern auch der überregionalen Konkurrenz im Wettkampf. Vom Start weg setzte sich David mit der Körpersprache eines Siegers an die Spitze und gab die Führung auch nicht wieder her. An den vielen Bergaufpassagen konnte er seine Bergqualitäten voll und ganz ausspielen und seine Gegner mürbe laufen, so wie er auch an den Hängen der Hochwart im Training schon manchen Trainingspartner an den Rand der Verzweiflung brachte. Gepusht von den Musikkapellen die am Streckenrand anfingen zu spielen als der Führende David vorbeikam konnte er seinen Lauf an der Spitze richtig genießen. Nur das Führungsfahrrad vor Augen lief er im Flow durch die Waldstücke und Dörfer dem Ziel entgegen um dann sichtlich glücklich als Gesamtsieger in 01:20:05 Stunden die Ziellinie zu überqueren.
Auch die Damen erzielten super Leistungen, Christin und Michaela Wintersig liefen ihren ersten Halbmarathon, dabei zeigte beide ein sehr starkes Debut. Christin lief die hügeligen 21,1 Kilometer in 01:32:47 Stunden, Schwester Michaela benötigte 1:41:46 Stunden. Die Mannschaft komplettierte Eva Jansen (01:47:52 Stunden), damit landeten die drei in der Mannschaftswertung der Damen auf dem zweiten Platz. Auch der Jugendliche Stefan Wilz zeigte bei seinem ersten Halbmarathon eine sehr gute Leistung, er benötigte nur 01:37:34 Stunden. Den vollen Marathon bewältigte Christine Eiermann, in 04:07:14 Stunden legte sie die 42,2 Kilometer lange Strecke über die Berge des Südschwarzwaldes zurück.

Im Rahmen des Baden-Marathons wurden in diesem Jahr die baden-württembergischen Meisterschaften über die Halbmarathondistanz ausgetragen. Vom Start weg setzten sich der Karlsruher Frederik Unewisse und Jens Ziganke an die Spitze. Nach gut der Hälfte musste Jens etwas abreißen lassen, konnte aber den zweiten Platz und damit den Vizemeistertitel mit der Zeit von 01:09:22 Stunden gegen die starke Konkurrenz verteidigen. Das Gefühl, bei einem der ganz großen City-Marathon-Veranstaltungen an der Spitze durch die Stadt zu laufen, war ebenfalls einzigartig.

Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer vom SVR machten sich traditionsgemäß auf nach Singen. Die Halbmarathonstrecke bewältigten Christine Eiermann und David Jansen. Über 10 Kilometer waren Darja Wintersig und Stephan Okle am Start. Christine, die den Halbmarathon als Vorbereitung für einen Marathon laufen wollte, um davor nochmal zwei Stunden am Stück gelaufen zu sein, war bereits nach 01:50:01,2 Stunden im Ziel. Um auf einen anvisierten zweistündigen Trainingslauf zu kommen, hätte sie noch etwa zwei Kilometer auslaufen müssen. Mit dem Ergebnis kann sie somit umso zufriedener sein. Der zweite Reichenauer Halbmarathonläufer David Jansen haute an diesem Tag ordentlich einen raus. Geliebäugelt hatte er mit einem Angriff auf die Halbmarathon-Bestzeit von Trainingspartner Stephan Okle (1:19 Stunden). Mit einem furiosen Lauf gelang ihm genau dies, in sehr starken 01:18:43,5 Stunden lief er die 21,1 Kilometer und erreichte damit den 6. Gesamtplatz. Zahlreiche Hochkaräter hatte er hinter sich gelassen. Damit zeigte er eindeutig, dass künftig mit ihm auf den vorderen Rängen zu rechnen sein wird.
Stephan lief die 10km-Strecke, auch er lief ein gutes Rennen und landete in 37:34,4 Minuten auf dem 9. Gesamtplatz. Darja Wintersig hatte auch bei Kilometer 9 noch ein Lächeln auf dem Gesicht, sie bewältigte die Strecke in 71:07,3 Minuten.
Den Kofferraum mit Fresspaketen von Maggi konnte zufrieden die Rückreise angetreten werden.

Sechs Reichenauer Leichtathleten  (Marco Sättele, Joshua Hendrich, Stafan Wilz, Markus, Michaela und Christin Wintersig) zeigten am Wochenende beim Jedermannzehnkampf in Rottweil ihr vielfältiges sportliches Können. Trotz wenig Vorbereitung wurden einige sehr gute Ergebnisse erzielt. Die erste der  zehn Disziplinen war der 100m-Sprint, wobei Christin und Michaela Wintersig gleich zweimal rennen durften, da – wie üblich- die Zeitmessanlage nicht ganz einwandfrei funktionierte. Danach stand Weitsprung auf dem Plan, bevor es weiter zur Kugelstoßanlage ging. Bei der vierten Diziplin, dem Hochsprung, hatte der sonst sehr gut in Form gewesene Marco Sättele etwas Pech und riss schon bald dreimal die Latte. Auch Joshua Hendrich kam mit übersprungenen 1,60m nicht an seine Bestleistung heran. Stefan Wilz konnte mit seinen  1,30m durchaus zufrieden sein, Potenzial ist aber auch hier noch vorhanden. Zum Abschluss des ersten Wettkampftages mussten die 400m gesprintet werden, wobei alle den bisherigen Tag ganz gut in den Muskeln spürten. Nichtsdestotrotz machten die Reichenauer hier ihrem Ruf alle Ehre.  Vom Platzwart bei der Ankunft sofort als „Läufer vom Bodensee“ bezeichnet,  zeigten alle sechs, dass Laufen  ihr Ding ist: Marco als Gesamtzweitschnellster mit 55s und alle anderen nicht viel langsamer, sammelten sie neben dem noch bevorstehenden 1500m-Lauf bei dieser Disziplin die meisten Punkte. Beim Zehnkampf gibt es für die Leistungen jeder Disziplin Punkte, am Ende werden alle zusammengezählt, jeder hat dabei seine Stärken und Schwächen.

Ausgelaugt ging es dann abends ins Hotel, die Reserven wurden beim Abendessen aufgefüllt und die Muskeln beim Saunaaufenthalt mit anschließendem Eistauchbecken so gut wie möglich regeneriert.

Dann stand man am nächsten Morgen vor den Hürden- und die waren verdammt hoch. Zumindest bei so manchem… Während Marco den 1,07m hohen Hürden gegenüberstand, durften Joshua und Stefan lässig über die nur 76cm hohen springen, da sie am Freizeitmehrkampf mit leichten Vereinfachungen teilnahmen. Noch nicht sonderlich geübt, musste Christin zwischendurch neuen Anlauf nehmen, kam aber immerhin trotz allem ins Ziel, und das ist das, was zählt.

Beim Stabhochsprung gab es einige Überraschungen: Marco und Markus hatten diese Art von Sprung schon mal gemacht, Stefan und Joshua hingegen zeigten Mut und sprangen ohne jedes Training über die Latte. Da steckt schon viel Mut dahinter, der  Michaela und Christin etwas fehlte. Die beiden erzielten trotz Bemühen keine Punkte.

Stefan beschloss nach übersprungenen 2,30m, in dieser Disziplin Karriere zu machen und in die Stabhochsprunggeschichte einzugehen -mal schauen … Aber auch Joshua sprang ohne wirkliche Technik einfach nur mit Power über die 2,60m; was bei den Jedermännern die zweitbeste Leistung war und für absolut kein Training sehr bewundernswert ist. Es folgte Diskus und Speer, letzteres die von den Jungs heiß ersehnte Disziplin. Und die Ergebnisse waren gut, Marco zeigte abermals sein technisches Können und warf den Speer als einer der Besten gute 39m weit. Zum Schluss, alle waren ziemlich k.o., die 1500m. Christin meinte nur „warum eigentlich kein 3000er???“, woraufhin Markus nur sagte „sag das mal zu nem Zehnkämpfer und du wirst gesteinigt…“  Auf jeden Fall gaben hier alle ordentlich Gas. Als Erster Reichenauer und Gesamtzweiter überquerte Marco nach 4:50min die Ziellinie, dann Markus nach 5:00min vor Stefan, der elf Sekunden später im Ziel stand. Christin lief durchweg  dem  zweitschnellsten Mädchen vorweg und hätte den Zehnkampfrekord in dieser Disziplin knacken können. Doch auf den letzten 20 Metern ließ sie sich doch noch überholen und gab diesen Titel weiter, beide kamen 7sek schneller als der bisherige Rekord nach 5:19min ins Ziel. Auch Michaela machte hier mit ihrer Zeit von 5:36min viele Punkte.

Marco wurde von den ca. 40 Teilnehmern Gesamtdritter, worauf er stolz sein kann, auch wenn er sein sich selbst gestecktes sehr hohes Ziel von 5000 Punkten nicht ganz erreichte. Es waren durchaus auch einige „echte“ Zehnkämpfer dabei, die er links liegen gelassen hat. Aber auch die anderen können durchaus zufrieden sein, schließlich schafft es nicht jeder, zehn Disziplinen an nur zwei Tagen durchzuführen! Und Lust auf den nächsten Zehnkampf haben am Ende trotz der Anstrengung alle geäußert! Mit inbegriffen das Mehrkampftraining,  so gut es auf den Reichenauer Sportanlagen möglich ist.

Ergebnisse (von 41 Startern):
3. Marco Sättele
9. Markus Wintersig (aufgrund von vielen Senioren-Bonuspunkten)
11. Joshua Hendrich
17. Stefan Wilz

Frauen:
5. Michaela Wintersig
6. Christin Wintersig

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