Frankfurt Marathon Jens Ziganke Bei den im Rahmen des Frankfurt-Marathons ausgetragenen deutschen Marathonmeisterschaften konnte Jens Ziganke eine neue persönliche Bestleistung sowie eine Top-Platzierung bei nationalen Titelkämpfen erzielen. Jens hatte sich dieses Mal vorgenommen etwas vorsichtiger anzugehen und möglichst auf der zweiten Hälfte nicht langsamer zu werden. Von Beginn an lief er in der Gruppe um die Deutsch-Afrikanerin Fate Tola, die später Gesamtzweite bei den Frauen und deutsche Meisterin wurde. Dies brachte auch unseren Sponsoren auf dem SVR-Trikot einige Öffentlichkeitswirkung ein, Jens war sehr oft und lange in Vollbild in der Liveübertragung im TV zu sehen, da die Kameras meist auf diese Gruppe um Fate Tola gerichtet waren.

Die Gruppe passierte die erste Hälfte in 1:12:30 Stunden, so wie es der Plan gewesen war. Auf der zweiten Hälfte durch Frankfurts Straßenschluchten wurde Jens dann gegen

Ende nur minimal langsamer. Beim Zieleinlauf in der Frankfurter Festhalle im Schatten der großen Bankentürme, blieb die Uhr bei 2:26:25 Stunden stehen. Damit war Jens über eine Minute schneller als seine bisherige persönliche Bestleistung. Zudem belegte er damit in der DM-Wertung den starken 14. Platz. Entsprechend zufrieden zeigte er sich danach, auch über die Marathondistanz einen Schritt nach vorne gemacht zu haben.

Ein unerfreulicher Anlass führte zur Entstehung dieser Veranstaltung in Sigmaringen. Im Mai dieses Jahres verunglückte der Triathlet Karsten Pfeiffer bei einem Wettkampf in Österreich mit dem Rennrad so schwer, dass er querschnittsgelähmt war. Sein Verein, das Ausdauerleistungszentrum (ALZ) Sigmaringen, bemüht sich seit dem tragischen Vorfall sehr um den verunglückten Kameraden. So kam es, dass ein Spendenlauf ins Leben gerufen wurde, unter anderem um die Wohnung behindertengerecht umzurüsten. Drei Athleten vom SVR (Christin Wintersig, David Jansen und Stephan Okle) waren beim Lauf mit dabei, um dort das Nützliche (Helfen) mit dem zu verbinden, was sie ohnehin andauernd machen (Laufen). Kaum hatte Stephan Okle in der Ausschreibung bemerkt, dass der 5 km-Lauf 20 Minuten vor dem 10km-Lauf gestartet wurde, war auch schon die Idee geboren, beide Läufe zu absolvieren, das Zeitfenster von 20 Minuten für 5km war hierfür prädestiniert. Der momentan äußerst fitte David Jansen war von der Idee ebenfalls sehr schnell angetan. Durch den Doppelstart wurde somit auch das Doppelte gespendet, also eine gute Sache. Während Stephan beide Läufe kontrolliert unter 4er Schnitt laufen wollte um somit auf zügige 15 Kilometer zu kommen, ließ David es sich nicht nehmen jeweils vorne mitzugehen. So kam er über 5km schon nach 17:18 Minuten auf Platz 5 ins Ziel und hatte noch ausreichend Zeit sich zu der etwa 500 Meter entfernten Startlinie des 10km-Laufes zu begeben, an der er dann mit noch etwas weichen Knien stand. Stephan lief die 5km kontrolliert in 19:22 Minuten, erreichte dadurch die Startlinie des 10km-Laufes allerdings erst etwa eine halbe Minute nachdem der Startschuss ertönt war. Aus ungewohnter, aber interessanter Perspektive arbeitete er sich durch fast das gesamte Läuferfeld bis auf Platz 15 vor, gestoppt wurde er dann mit 39:22 Minuten (abzüglich der halben Minute waren es netto 38:50 Minuten). David, der seinen Startplatz ja schon vorne eingenommen hatte, drückte wieder einmal ordentlich auf das Gas und lief nach den ohnehin schon starken 5km auch noch eine persönliche Bestleistung über 10km, in 36:51 Minuten schaffte er es wiederum auf den fünften Gesamtplatz und den ersten in der Hauptklasse.
Christin Wintersig zog es vor, sich auf eine Strecke zu konzentrieren, sie entscheid sich für die 10km-Strecke. Nachdem sie anfangs noch mit schweren Beinen zu kämpfen hatte, kam sie nach und nach besser in Tritt. In starken 41:11 Minuten musste sie nur Ricarda Hotz, der Siegerin vom Insellauf, den Vortritt lassen. In der weibliche U20 siegte sie.
Bei traumhaftem goldenem Oktoberwetter waren über 600 Läufer ans Sigmaringer Donauufer gekommen um laufend zu helfen.

Als letzten härteren Vorbereitungslauf für den am kommenden Sonntag anstehenden Frankfurt-Marathon nutzte Jens Ziganke den 31,65km langen Lauf im Schwäbischen. Dabei hatte er die gesamte Strecke mit Kay-Uwe Müller (TSG Schwäbisch Hall) einen starken Konkurrenten im Nacken. Gemeinsam trieben sie sich über die Strecke zu einer guten Zeit. Trotz zwischenzeitlicher Magenprobleme hatte Jens am Ende den längeren Atem und konnte in 1:53:04,2 Stunden mit 3 Sekunden Vorsprung vor Müller die Ziellinie überlaufen. Man darf sich also gespannt auf den Marathon in der Mainmetropole freuen, dieser wird im Übrigen am Sonntag (30.10.) ab 09:55 Uhr live im Hessischen Rundfunk übertragen.

Sehr erfolgreich waren die Reichenauer Läufer auch dieses Jahr wieder beim Konstanzer Altstadtlauf. Ina Wilz und Fabio Gasser liefen erfolgreich die 2035m lange Schülerstrecke. Ina wurde mit einer Zeit von 9:40,9min 17. in ihrer Altersklasse, Fabio mit 7:13,3min sechster bei den SchülerA. 

Im Hauptlauf mussten vier große Runden gelaufen werden. Vom SVR liefen diese 8140m lange Strecke  Fabian Greiss und Berndt Wagner. Fabian machte mit seiner Zeit von 31:35,4min einen guten 5.Platz in der  M30, Berndt lief nach 37:14,7min über die Ziellinie und blieb damit in der ersten Hälfte des Gesamtfeldes.

Dann kam der Startschuss für die Mittelstrecke (4070m). Einige Zeit lief Bruno Spitzhüttl dem gesamten Feld vorneweg, erst in der zweiten Runde musste er sich zwei Konkurrenten geschlagen geben und kam nach 13:56,9min ins Ziel. In seiner Altersklasse belegte er dennoch einen hervorragenden 1.Platz. Auch Jannis Gasser und Stefan Wilz liefen ein gutes Rennen, Stefan lief mit seiner Zeit von 14:47,1min auf Platz 5 der mJugend B, Jannis auf Platz 8 (15:20,1min).

Christin und Michaela Wintersig ließen nicht lange auf sich warten.  4050m der Strecke den Mädchen und Frauen vorneweg gelaufen, musste Christin sich keine zwanzig Meter  vor der Ziellinie doch noch geschlagen geben. Die gesamte Strecke war sie mit einem halben Meter Abstand ihrer Konkurrentin vorausgelaufen, bis diese kurz vor Schluss ihre Reserven auspackte und Christin nichts mehr machen konnte. Ihre Altersklasse gewann sie mit einer Zeit von 15:24,8min dennoch. Auch Michaela konnte ihre Form zeigen und lief nach 16:44,5min über die Ziellinie, sie belegte den sechsten Platz der wJugend B.

Hier die Ergebnisse im Überblick:

Traditionell in der Saisonpause finden unsere Vereinsmeisterschaften statt, in diesem Zeitraum, in dem das spezifische Training noch nicht ganz so ausgeprägt ist, trauen sich auch mal die Mittel- und Langstreckler an für sie ungewohnte Disziplinen ran und messen sich im Mehrkampf mit den meist deutlich vielseitigeren Jugendlichen. Nicht selten kommt es dabei zu kuriosen Situationen. Letztlich steht bei dieser Veranstaltung der Spaß im Vordergrund, so dass alle gemeinsam über gelegentlich verunglückte Würfe/Sprünge (z.B. die des Abteilungsleiters) lachen können. Modus der Veranstaltung war ein Fünfkampf bestehend aus 100m-Lauf, wahlweise Weit- oder Hochsprung, Diskus, Speer sowie einem abschließenden 1000m-Lauf. Hatten die Läufer über 100m noch einigermaßen gute Karten, trennte sich dann bei den Sprüngen und spätestens bei den Wurfdisziplinen die Spreu vom Weizen. Etwas Wiedergutmachung war dann allerdings beim abschließenden 1000er möglich. Allerspätestens beim anschließenden Grillen und gemütlichen Beisammensein bei Berno Spicker, spielten dann alle wieder in derselben Liga. Sowohl Jugendliche und Aktive feierten dort gemeinsam ihre Erfolge in herrlicher Kulisse direkt am See.

Herausragende Leistungen zeigten die Reichenauer Läufer an diesem Wochenende in Bräunlingen. Allen voraus lief David Jansen ein grandioses Rennen und gewann den Halbmarathon. Dass er derzeit in bestechender Form ist, zeigt er derzeit nicht nur seinen Trainingskameraden bei den harten Tempoeinheiten an der Hochwart, sondern auch der überregionalen Konkurrenz im Wettkampf. Vom Start weg setzte sich David mit der Körpersprache eines Siegers an die Spitze und gab die Führung auch nicht wieder her. An den vielen Bergaufpassagen konnte er seine Bergqualitäten voll und ganz ausspielen und seine Gegner mürbe laufen, so wie er auch an den Hängen der Hochwart im Training schon manchen Trainingspartner an den Rand der Verzweiflung brachte. Gepusht von den Musikkapellen die am Streckenrand anfingen zu spielen als der Führende David vorbeikam konnte er seinen Lauf an der Spitze richtig genießen. Nur das Führungsfahrrad vor Augen lief er im Flow durch die Waldstücke und Dörfer dem Ziel entgegen um dann sichtlich glücklich als Gesamtsieger in 01:20:05 Stunden die Ziellinie zu überqueren.
Auch die Damen erzielten super Leistungen, Christin und Michaela Wintersig liefen ihren ersten Halbmarathon, dabei zeigte beide ein sehr starkes Debut. Christin lief die hügeligen 21,1 Kilometer in 01:32:47 Stunden, Schwester Michaela benötigte 1:41:46 Stunden. Die Mannschaft komplettierte Eva Jansen (01:47:52 Stunden), damit landeten die drei in der Mannschaftswertung der Damen auf dem zweiten Platz. Auch der Jugendliche Stefan Wilz zeigte bei seinem ersten Halbmarathon eine sehr gute Leistung, er benötigte nur 01:37:34 Stunden. Den vollen Marathon bewältigte Christine Eiermann, in 04:07:14 Stunden legte sie die 42,2 Kilometer lange Strecke über die Berge des Südschwarzwaldes zurück.

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