Erstmals hat ein reines Frauenteam dieses Jahr die Reichenau beim beliebten Bodensee Megathlon in Radolfzell vertreten. Recht spontan ist die Idee dazu aufgekommen und entsprechend kurzfristig wurden auch die fünf zu bestreitenden Disziplinen mit je einer Sportlerin besetzt.

Früh am Morgen ging es los, um 8 Uhr stürzte sich die Schwimmerin Maxi Itta in den See, um den 1,5km langen Rundkurs zu durchkraulen. Mit einer Topzeit von nur 22:55,1min war sie eine der Ersten, die das Wasser wieder verließ und pitschnass in die Wechselzone rannte. Dort wartete Manuela Rometsch, nahm ihr den Zeitmess-Transponder ab und düste mit dem Rennrad davon. Sie hatte eine 42 Kilometer lange Strecke mit einigen Höhenmetern zu meistern und erreichte nach einer Zeit von 1:33:53h wieder die Wechselzone. Als Dritte startete Elena Blum auf Inlinern: Das Wetter hatte zum Glück gehalten und die Straßen waren trocken, es windete nur leider, was auch bei den anderen Disziplinen etwas zu schaffen machte. Nach einem kleinen Trainingsunfall vor ein paar Wochen hatte Elena auch die Rollen gut fixiert und alle kamen wieder mit ins Ziel… Nach knapp 50min (49:37,6min)war sie wieder im Veranstaltungsgelände. Mit unter den Arm geklemmten Inlinern musste sie auf Socken noch den Zielbereich bis zu Michaela Wellm, der Mountainbikerin, durchqueren.  Michaela übertraf sich auf der 36 Kilometer langen Strecke, die ebenfalls einige Höhenmeter beinhaltet, selbst. Eine ihrer größten Sorgen, ausgerechnet heute einen Platten zu bekommen, war zum Glück unberechtigt. Fix und fertig (so soll das ja auch sein!) fuhr sie nach 1:35:25h die letzten Meter bis zu Christin Wintersig, die den Megathlon als Läuferin beendete. Schnell den Transponder ums Bein geklettet und auf und davon war sie.  Es galt zwei Runden von je 5km am See entlang und durch die Radolfzeller Altstadt zu laufen.  Dank Adrenalin und kräftigen Anfeuerungen konnte Christin an einem Läufer/in nach dem anderen vorbeiziehen und machte nochmals ein paar Platzierungen gut. Auf der Zielgeraden war es dann auch nicht mehr anstrengend. Die anderen vier Frauen hatten kurz vor Schluss gewartet und angetrieben vom Applaus der Zuschauer und der Freude, es geschafft zu haben, liefen alle fünf gemeinsam nach einer Gesamtzeit von 5:01,37h (Laufzeit 39:45,9min) ins Ziel. In den letzten Jahren wären sie mit dieser Zeit aufs Podest gekommen wären, doch dieses Mal waren einige sehr starke Frauenteams dabei. Für einen tollen 7.Platz und nebenbei einigen Abstand auf das Mixed-Team der Reichenau Gemüse (Zielzeit: 5:13,34h) reichte es dennoch!

Hier die Ergebnisse im Überblick:

Maxi Itta (1,5km Schwimmen)

00:22:55.1

Manuela Rometsch (42km Rennrad)

01:33:53.8

Elena Blum ( 20km Inline)

00:49:37.6

Michaela Wellm (36km MTB)

01:35:25.3

Christin Wintersig (10km Laufen)

00:39:45.9

Am Samstag waren für Jens Ziganke die badischen Meisterschaften in Walldorf natürlich Pflichtprogramm. Nach einigen sehr guten Rennen über 3000m in dieser Saison, sollte ein badischer Titel folgen. Die ersten 2km des Rennens wurden meisterschaftstypisch langsam angelaufen, erst auf den letzten 1000 Metern wurde es dann schneller. Richtig zur Sache ging es 500m vor Schluss, der Karlsruher Christoph Wallner zog das Tempo scharf an, nachdem Jens zunächst eine Lücke von ein paar Metern reißen lassen musste, kam er 200m vor dem Ziel wieder ran und konnte an Wallner vorbeigehen, mit einer halben Sekunde Vorsprung holte er sich den Titel in 8:40,45 Minuten. Bemerkenswert ist, dass die letzte Runde dabei in 60 Sekunden gelaufen wurde.

Am Tag darauf entschied sich Jens, bevor er eine ruhigere Trainingsphase einlegen wird, nochmal einen zügigen Lauf beim Kusterdinger Hornissenlauf über etwa 10km zu absolvieren. In 34:04 Minuten konnte er auch heute den Sieg einfahren. Somit war es ein vollends perfektes Wochenende.

Bereits zum dritten Mal richtete die Jugendabteilung der Reichenauer Leichtathleten den Kinderleichtathletik-Wettkampf des Bezirks Hegau-Bodensee aus. Die Trainer der Jugendabteilung Theo Benz und Andreas Schnell, sowie Abteilungsleiter Stephan Okle waren die einzigen erwachsenen Helfer, alle anderen waren noch Jugendliche aus der Trainingsgruppe. Die Erfolgsgeschichte der KiLa (=Kinderleichtathletik) auf der Reichenau wurde fortgeschrieben, erneut kamen, trotz des zeitgleich in Konstanz stattfindenden Landesturnfestes, mehr Kinder als in den Jahren zuvor ans Baurenhorn, insgesamt waren es um die 180 Teilnehmer. In kindgerecht abgewandelten Disziplinen Hürdenstaffellauf, Weitsprungbewerben, Drehwurf mit einem Fahrradreifen und einem abschließenden Crosslauf, maßen sich die Teams der Altersklassen U8 bis U12. Hier geht es jeweils um den Teamgedanken, Einzelleistungen sind hierbei nicht vordergründig. Alle Kids waren mit Eifer bei der Sache und zeigten viel Spaß an den Wettkämpfen. Dank der hervorragenden Arbeit von Andreas Schnell im Wettkampfbüro, ging die Auswertung der Wettbewerbe sehr zügig und reibungslos vonstatten, so dass jedes Kind direkt nach dem Wettkampf bei der Siegerehrung seine Urkunde und eine Reichenauer Gurke als Preis in Empfang nehmen konnte. Für die Spende der Gurken und weiterer Materialien bedanken wir uns herzlich bei der Reichenau Gemüse eG! Die Gurken sind für die Kinder immer ein Highlight, viele freuen sich schon das ganze Trainingsjahr auf die Reichenauer KiLa, allein wegen der Gurken. Abschließend kann somit als Motto der KiLa gelten: Früh übt sich, sowohl im Sport, als auch in gesunder Ernährung.

Anstelle der traditionellen Mittwochabend-Trainings-Inselrunde sind Christin und Markus Wintersig vergangene Woche zum Abendsportfest nach Donaueschingen gefahren. Sie liefen gemeinsam den 3000m-Lauf und können mit ihren Leistungen bei der vorherrschenden Hitze zufrieden sein. Die zwanzig Meter Abstand, die Markus in den ersten 50m zu seiner Tochter aufgebaut hatte, blieben die gesamten 7,5 Sportplatzrunden konstant. So lief er als Gesamtsechster und Erster der M50 nach 10:55,81min über die Ziellinie, Christin folgte wenige Sekunden später mit einer Zeit von 11:06,57min als Gesamtachte und zweite Frau.

Sehr stark haben sich neun Reichenauer Läufer und Läuferinnen beim 12.Schienerberglauf vergangenen Samstag präsentiert und im wahrsten Sinne des Wortes bei der Siegerehrung die Preise abgeräumt.

Als Jüngste der Gruppe ging Tatjana Wehrle beim Schülerlauf über 1000m an den Start. Mit einer Zeit von 04:14,03min sicherte sie sich den zweiten Platz in ihrer Altersklasse und erhielt sogar einen Pokal.

Große Aufmerksamkeit erregten dann die 9,5 und 20,5km-Läufer: Gleich zwei Gesamtsiege gab es zu bejubeln, daneben zwei Mal Gesamtplatz 2, sowie die Gesamtplätze 3, 4,5 und 10.  Nach nur einem einzigen Läufer überquerte Simon Schurter nach 36:30min als Gesamtzweiter die Ziellinie, direkt darauf folgten drei weitere rote Trikots: Stephan Okle kam mit einer Zeit von 37:42min als Gesamtdritter ins Ziel, Platz vier ging an Peter Wehrle.  Dieser nimmt seit dem 1.Schienerberglauf alljährlich teil und konnte die Vereinskollegen zumindest vorwarnen, dass es kurz vor Schluss nochmal einen Kilometer bergauf geht. Das änderte aber trotzdem nichts daran, dass dieser eine Kilometer allen nochmals einiges an Stehvermögen und Willenskraft abverlangte. 

Abgesehen von ihren Vereinskollegen ließ Christin Wintersig fast alle Männer hinter sich und komplettierte Reichenauer Einlaufkette als Gesamtfünfte. Sie siegte mit einer Zeit von 40:37,24min bei den Frauen und dementsprechend auch bei der Jugend.

Auch ihre Schwester Michaela meisterte die hügelige Strecke hervorragend, nach 45:02,57 min kam sie als gesamtzweite Frau und zweite Jugendliche ins Ziel.

Tine Eiermann und Michaela Wellm konnten sich ebenfalls behaupten, Tine  lief auf Platz 3 ihrer Altersklasse (50:28,98min), Michaela nur wenige Sekunden später auf Platz 4 (50:46,83min).

David Jansen ging über die 20,5km an den Start. Von Beginn an lief er vorneweg und konnte die Stellung bis ins Ziel halten. Er meisterte die höhenmeterreiche Strecke in einer Zeit von 1:16,32h und gewann das Rennen.

Die  Mannschaftssiege des  9,5km-Laufes sowohl der Herren als auch der Damen gingen ebenfalls an den SVR. Bei der Siegerehrung waren die Ausrichter ganz baff, als die Hälfte aller Preise von den Reichenauern abgeräumt wurden: Mit großen Körben von regionalen Spezialitäten, Blumensträußen, Essensgutscheinen und weiteren nützlichen Dingen musste dann letztendlich nur noch der Anstieg zum Parkplatz bestritten werden…und das, wenn man eigentlich k.o. ist…

So hatte sich die Teilnahme abgesehen vom Spaßfaktor bei allen auch im  Sinne von „Mit-nach-Hause-Bringseln“ gelohnt, das Abendessen war auf jeden Fall gesichert!

2017 Schienerberglauf

Eine knappe Woche später war die Stadt Mannheim dann Gastgeberin des dortigen Frauenlaufs an dem Manuela Rometsch teilnahm. Die Strecke maß 6 Kilometer. Manuela vertrat die Farben des SVR dort hervorragend, in 26:17,1 Minuten erlief sie sich Gesamtplatz 13 und kam in der Altersklasse (40 aufwärts) auf den hervorragenden 3. Rang. Umso bemerkenswerter ist die Platzierung, da es dort nur zwei Altersklassen gibt, nämlich unter 40 Jahre und über 40 Jahre, also keine Zwischenstufen. Das wertet die Platzierung nochmals auf, weshalb Manuela zu Recht sehr zufrieden war.

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