Einen ersten Formtest im Cross-Gelände meisterten vier Reichenauer Läufer in Aach-Linz. Der erstmalig ausgetragene Linzgau Crosslauf stellte sich als äußerst anspruchsvoller, aber schöner Wettkampf heraus, der Tatjana und Peter Wehrle sowie Christin und Markus Wintersig ordentlich forderte. Dafür wurden alle mit tollen Platzierungen belohnt!

Tatjana startete über die Mittelstrecke von ca. drei Kilometern. Nicht nur der unebene, matschige Ackerboden, auch zusätzlich eingebaute Hindernisse machte es den Teilnehmern schwer. Doch Tatjana schlug sich wacker durch die zwei Runden und wurde nach 14:53,4min zweite!
Die anderen drei hatten fünf Runden vor sich: Insgesamt zwanzig fast hüfthohe Baumstämme und einige weitere Hindernisse zehrten an den Kräften. Markus kam gut in Tritt und konnte nach der Hälfte an Peter vorbeiziehen, er gewann nach 26:56,0min die M50 und wurde Gesamtfünfter! Peter ließ sich nicht hängen und lief ebenfalls ein starkes Rennen: Mit seiner Zeit von 27:22,8min landete er in der stark besetzten M45 auf dem 3.Platz.
Christin lief den anderen Frauen von Beginn an davon: Souverän meisterte sie die Runden und gewann nach 28:17,8min bei den Frauen! Mit ausgelaugten Beinen, aber zufriedenem Gefühl konnten die vier sich anschließend Waffeln und Würstchen bei der Siegerehrung schmecken lassen-
Kommenden Sonntag geht es dann mit der Hegau-Bodensee-Crosslaufserie los, da müssen die Energiespeicher wieder aufgefüllt sein!

Mittelstrecke:
Tatjana Wehrle                14:53,4min         7.Gesamt/2.W20

Hauptlauf:
Christin Wintersig            28:17,8min         1.Gesamt/1.W20
Markus Wintersig            26:56,0min         5.Gesamt/1.M50
Peter Wehrle                    27:22,8min         8.Gesamt/3.M45

Mit Jens Ziganke und Stephan Okle machten sich in diesem Jahr zwei Läufer vom SV Reichenau auf zum Marathon in die Main-Metropole. Das flache Streckenprofil zieht jährlich viele Läufer an, einzig das Wetter kann am letzten Oktoberwochenende einen Strich durch die Rechnung machen. Wie auch schon im letzten Jahr war dieses geprägt vom ersten Herbststurm der Saison. Ständig drehender Wind machte es noch einen Ticken schwieriger als im Vorjahr.

Nachdem Jens beim Berlin-Marathon vor sechs Wochen bei Kilometer 30 die Segel streichen musste, sollte in Frankfurt Wiedergutmachung her. Nachdem er die Halbmarathonmarke nach gut 01:12 h absolviert hatte, verlor er etwas Zeit durch eine Toilettenzwangspause, lief aber dennoch mit einer versöhnlichen Zeit von 02:29 h ins Ziel in der Frankfurter Festhalle ein. Da besteht eigenen Aussagen zu Folge zwar noch Luft nach oben, dennoch kann damit das Marathonjahr zufrieden abgeschlossen werden.

Stephan durfte bei seinem zweiten Marathon nun Bekanntschaft mit dem berüchtigten Mann mit dem Hammer machen. Bei Streckenhälfte war er exakt auf Kurs zu einer Zeit unter 3h, die folgenden Kilometer waren dann aber sehr windexponiert und kosteten viel Kraft. Ab Kilometer 28 schlug der Hammermann dann endgültig zu und es hieß dann „durchbeißen“ für die letzten gut 14 Kilometer. Nach 03:10 h lief er dann zwar nicht ganz zufrieden, aber dennoch froh es geschafft zu haben, über den roten Teppich in die Festhalle ein.

Beim diesjährigen Konstanzer Altstadtlauf gingen wieder einige Athleten von der Reichenau an den Start!

Den Anfang machten die Jüngsten, mit den Bambinis und Schülern begann die Veranstaltung:  Mit dabei auch Anton und Leonard Steck, die beide die 865m lange Runde meisterten!

Jule Böhler startete  bei den Schülerinnen C und absolvierte diese Strecke in 4:29min!

Judith Gütler begab sich als erste Reichenauerin auf die große Runde von ca. 2.045m. Sie benötigte nur  9:51min und erreichte so den 25.Platz! Ina Wilz durfte diese Runde gleich zweimal absolvieren. Im großen Teilnehmerfeld wurde sie nach 18:59min achte!

Die zweite Hälfte der Veranstaltung begann auch gleich mit dem Höhepunkt: dem Elitelauf! Neben ein paar Kenianern und deutschen Spitzensportlern sind die Leistungsträger der Region eingeladen worden:  So auch die Reichenauerin Christin Wintersig! Im Bewusstsein, den lokalen Laufsport gut vertreten zu wollen, ging sie motiviert an den Start. Sie war sich aber auch darüber im Klaren, dass sie in diesem schnellen Rennen keinen vorderen Platz belegen konnte. Von Beginn an lief sie mutig mit, um den Abstand zur Spitzengruppe nicht zu groß werden zu lassen. Das Rennen gewann in neuer Streckenrekordzeit die Europameisterschaftsdritte Elena Burkard vor einer Gruppe von drei Kenianerinnen. Gepusht durch laute Anfeuerungsrufe benötigte Christin für die ca. 5.200m eine Zeit von 19:28min. Unter großem Applaus wurde sie Fünfte!

Die längste Strecke des Tages von 8.140m bewältigten Tatjana und Peter Wehrle, Berndt Wagner und Markus Wintersig: Markus überquerte die Ziellinie nach 30:48,5min als zweiter seiner Altersklasse! Wenig später folgte  Peter, der in seiner Klasse den vierten Platz belegte. Tatjana schlug sich beachtlich und beendete ihr drittes großes Rennen erfolgreich. Auch Bernd kann mit seiner Leistung zufrieden sein:  Er meisterte die vier Runden in 38:18min und wurde somit achter in der M60!

Im Jedermannlauf über die 4,2km war der SVR ebenfalls vertreten: Thomas Roser belegte einen starken 2.Platz in 16:03min!

Mit Christin Wintersig und David Jansen gab es im Rahmen des diesjährigen Schwarzwald Marathons eine Reichenauer Gesamtsiegerin und einen dritten Gesamtplatz über die Halbmarathondistanz! Auch Michaela Wintersig  gewann in der Jugendklasse und Stefan Wilz beendete sein spontanes Marathondebüt mit dem Altersklassensieg.

Kurzfristig hatten die Umstände ergeben, dass sich Stefan vergangenen Sonntag an die Marathondistanz wagte. Einziges Ziel: Irgendwie die 42,195 Kilometer bis ins Ziel hinter sich zu bringen! Der Respekt war zwar da, aber auch Zuversicht:  Doch die Beine belehrten ihn Besseren. Man kann noch so langsam loslaufen, irgendwann sind die Muskeln platt und dann sind die letzten 14 Kilometer ziemlich weit… Stefan kämpfte tapfer und lief nach 4:33:55h mit einem Lächeln im Gesicht über die Ziellinie! Sein Fazit im Siegerehrungs-Interview auf die Frage, ob es der erste Marathon gewesen sei : …Und der letzte. Da konnte sich die gesamte Stadthalle nicht mehr halten vor Lachen!

Während Stefan unterwegs war, liefen sechs SVR’ler den Halbmarathon: David Jansen musste sich dieses Mal mit stärkerer Konkurrenz messen und konnte das hohe Tempo nicht ganz mitgehen. Dennoch wurde er nach 1:17:51h Gesamtdritter! Peter Wehrle lief lange ein konstantes Rennen, doch kurz vor dem Ziel war der Akku leer. Es ging nichts mehr, und so konnten Christin und Markus zu ihm aufschließen. Die beiden waren fast das gesamte Rennen gleichauf gelaufen, nur am Ende hatte Markus etwas mehr Reserven. Er zog an Peter vorbei und erreichte das Ziel nach 1:28:42h, in seiner ungewöhnlich stark besetzten Altersklasse wurde er Fünfter. Peter nahm alle verbleibenden Kräfte zusammen und lief wenige Sekunden später nach 1:28:46h ins Ziel! So komplettierte er die Reichenauer Mannschaft, die mit nur 3 Minuten auf dem dritten Platz landete!
Christin lief ein hartes Rennen gegen ihren inneren Schweinehund. Die Motivation, bei den Frauen vorne zu liegen und auch niemanden mehr vor lassen zu wollen, half ihr über die psychischen Tiefs hinweg. So konnte sie immer wieder  die Zähne zusammenbeißen und ihre Konkurrentin Melanie Schneider (LC Schaffhausen) hinter sich lassen. Ausgelaugt, aber völlig zufrieden gewann sie diesen großen, anspruchsvollen Halbmarathon in 1:28:55h!

Michaela hatte erst am Abend zuvor endgültig beschlossen, mitzulaufen und einfach die schöne Strecke zu genießen. Sie bereute es nicht: Sie bewältigte die hügelige Strecke in 1:45:08h und gewann die wU20! Auch Darja Wintersig ließ sich den Lauf nicht nehmen, sie verbesserte ihre Vorjahreszeit um einige Minuten auf 2:24:46h!

Ergebnisse

Halbmarathon:
Christin Wintersig           1:28:55h              1.Gesamt/1.wHK
Michaela Wintersig         1:45:08h              20.Gesamt/1.wU20
Darja Wintersig               2:24:46h              219.Gesamt/36.w50

David Jansen                   1:17:51h              3.Gesamt/2.mHK
Markus Wintersig            1:28:42h              24.Gesamt/5.M50
Peter Wehrle                    1:28:46h              26.Gesamt/4.M45

Marathon:
Stefan Wilz                        4:33:55h              216.Gesamt/1.mU20

Die Biermeile:  Jung und Alt beendeten vergangenen Samstag gemeinsam ihre Sommersaison! Nachdem auch Sportler über die Reichenau hinaus von diesem Event angetan waren, wurde sie erstmals öffentlich veranstaltet.
Die meisten Läufer gönnen sich auch ab und zu mal das eine oder andere Bier – ausnahmsweise hier mal beides zusammen!
Niemand war unterfordert:  Nach dem Startschuss Ruhe und  kein direktes Losstürmen, da ja erst die Flasche geleert werden muss. Anschließend 400 Meter  rennen – das geht in der Regel noch ganz gut. Auch die nächste Runde sollte keine Probleme machen, spätestens in der dritten und vierten Runde zieht sich das Teilnehmerfeld jedoch weit auseinander!  Kräftig angefeuert und durch Musik unterstützt bewältigten alle die vier Runden.  Manche hatten es eiliger, ins Ziel zu kommen, andere tranken das Bier lieber mit etwas mehr Genuss. Spaß hatten auf jeden Fall alle – sowohl Zuschauer als auch Athleten! Anschließend wurde zum gemütlichen Ausklang gemeinsam gegrillt, so konnte man auch mit Sportlern erzählen, die man sonst nur auf Wettkämpfen trifft!

2018 Biermeile Reichenau

2018 Zehnkampf Ulm

Ihre Läuferqualitäten ausgepackt und damit so manch einen anderen Teilnehmer zum Staunen gebracht haben acht SVR’ler beim Zehnkampf in Ulm. Doch zuvor galt es neun andere Disziplinen zu bewältigen!
Los ging’s Samstag früh mit dem 100m Sprint. Die Mädels – Ina Wilz, Michaela und Christin Wintersig – durften gleich zu Beginn in die Startblöcke! Die anderen mussten nicht mehr lange warten: Bei Marco Sättele blieb die Uhr bereits nach 12,51s stehen! Auch Jannis Gasser, Stefan Wilz und Joshua Hendrich liefen unter 14 Sekunden. Markus Wintersig war überrascht, wie schnell seine Beine auf 100m doch noch laufen können.
Nach dem Sprint waren die Männer beim Kugelstoßen gefragt, die Frauen beim Stabhochsprung - dieses Jahr ohne Hilfestellung… Dank Tipps und Übungssprüngen verbesserten Ina und Christin ihre Vorjahresleistung dennoch um 10cm! Alles in allem jedoch eine ausbaufähige Disziplin. Im Hochsprung waren sich Marco, Joshua und Jannis einig:  Alle scheiterten an den 1,65m – höher kamen allerdings auch nur wenige andere Teilnehmer. Der Weitsprung machte den Reichenauern Probleme: Das Brett war einfach nie da, wo der Fuß war! Nach mehreren ungültigen Versuchen sind die Weiten eher mittelmäßig. Jannis sprang mit 5,21m noch ein paar Zentimeter weiter als Marco (5,12m).  
Zum Abschluss des ersten Tages stand der 400m Lauf auf dem Programm – der ein oder andere wurde hier richtig vom Ehrgeiz gepackt! Die Startfelder waren leider nicht immer ideal, Marco gewann seinen Lauf mit über 50m Vorsprung, Markus dagegen kam seinen jungen Gegnern kaum hinterher. Trotz dieser Bedingung war Marco mit nur 55,22s Zweitschnellster insgesamt! Stefan wuchs über sich hinaus und zeigte, was er wirklich kann: Mit 59,34s blieb er erstmals unter 60 Sekunden! Ina verbesserte sich deutlich auf 77,67s und war so als eine der jüngsten Athletinnen gut mit dabei. Michaelas Beine liefen nach diesem Tag allerdings nicht mehr so leicht (73,86s)… Christin war bereits verletzt in den Wettkampf gegangen und blieb unter ihren Erwartungen zurück (72,88s).

Das Abendessen war dann dem eines Zehnkämpfers würdig und vielleicht eins der Highlights überhaupt in Ulm: Die sogenannte „Schwabentafel“ sorgte dafür, dass niemand zu wenig Energie tanken konnte! Für mehrere Personen ausgelegt gab es Fleisch, Kässpätzle, Schupfnudeln und Maultaschen frisch in einer Riesenpfanne serviert – mit Nachschub solange man will! Die sorgte dann nicht nur für volle Bäuche, sondern auch für einen nicht mehr allzu langen Abend…

Entsprechend fit und ausgeruht – naja, die Beine hatten keine andere Wahl – standen alle Athleten am nächsten Tag vor dem 110m langen Hürdenwald. Marco (18,01s) dank Technik und Joshua (18,94s) dank langer Beine blieben unter den 20s, die anderen ließen sich etwas länger Zeit.  Wieder in Gruppen ging es für die Frauen zum Diskus- und die Männer zum Speerwurf. Die Würfe saßen leider nie richtig… sowohl die drei Mädels als auch alle Jungs kamen nicht an ihre Bestweiten heran.
Fehlte nur noch eine Disziplin vor dem Finale! Michaela, Ina und Christin der Hochsprung: Nach einer Nullnummer im vergangenen Jahr übersprang Michaela immerhin überhaupt die Latte, Ina scheiterte bei 1,10m. Christin konnte wenigstens bei dieser Disziplin ein paar Punkte sammeln. Mit 1,35m machte sie einige Plätze gut, höher sprang keine Konkurrentin!
Mit dem Stabhochsprung ist es aufgrund mangelnder Trainingsmöglichkeiten immer so eine Sache… Stefan, Joshua und Marco freuen sich das ganze Jahr darauf, kommen je nach Glück und Verstand allerdings mal höher, mal nicht so hoch. Joshua übersprang trotz langer Pause 2,40m, Marco die 2,30m.

Blieb der abschließende 1.500m Lauf, um ein paar Punkte einzusammeln: Im ersten Lauf starteten alle Frauen. Von Beginn an übernahm Christin die Führung und baute diese stetig aus. Doch die letzten eineinhalb Runden sind hart, wenn vorne und hinten niemand mitläuft: Respekt sicherte sie sich mit ihren 5:11min aber auch so! Und ganz nebenbei katapultierte sie sich so trotz einiger verletzungsbedingt „Fast-Null-Nummer-Disziplinen“ auf den 5.Platz der Endabrechnung! Michaela verteidigte den zweiten Platz des Rennens in 5:42min und wurde Gesamtsiebte. Mit einer weiteren persönlichen Bestleistung schloss Ina den Wettkampf mit einer Zeit von 6:26min ab. Sie wurde Neunte!

Für die Männer gab es zwei Rennen – beide dominierten die roten SVR-Trikots! Markus übernahm nach dem Start die Tempoarbeit, Stefan und Jannis zogen hinterher. Jannis konnte das Tempo nicht ganz halten, doch Stefan zog in einem Endspurt an Markus vorbei und gewann den Lauf nach 5:02,25min! Markus folgte in 5:04,63min, Jannis wurde mit seiner Zeit von 5:16,69min Vierter.  Mit Fanclub startete Marco im letzten Lauf. Er spurtete los und zeigte den anderen von Beginn an, wo der Hase läuft. Souverän kämpfte er sich die 3,75 Runden durch und gewann mit großem Abstand nach nur 4:46,34min!
Zufrieden, ausgelaugt und mit neuer Motivation gings dann zurück an den Bodensee!

Ergebnisse:

Christin Wintersig       2.747 Punkte   5.Platz
Michaela Wintersig     2.513 Punkte   7.Platz
Ina Wilz                          2.101 Punkte   9.Platz

Marco Sättele              4.637 Punkte   9.Platz
Joshua Hendrich       3.609 Punkte   20.Platz
Stefan Wilz                  3.510 Punkte   21.Platz
Jannis Gasser           3.328 Punkte   23.Platz

Markus Wintersig       4.022 Punkte   4.M50

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