2015 05 02 Engen

Neun Athleten vom SV Reichenau waren bei den Bezirksmeisterschaften in Engen am Start. Joel Acker,
Finn Schmidt und Ina Wilz nahmen an der Meisterschaftswertung Blockmehrkampf jeweils in den Altersklassen U 14 teil. Im Blockmehrkampf werden drei Blöcke angeboten (Sprint/Sprung, Lauf und Wurf). Die Jugendlichen können somit entsprechend ihres Talents und ihrer Vorlieben einen Schwerpunkte setzen.
Joel Acker belegte den Block Sprint/Sprung, hier galt es für ihn die Disziplinen 75m-Lauf, 60m Hürden, Weitsprung, Hochsprung und Speerwurf zu absolvieren. Nach der Punkteaddition der einzelnen Leistungen ergab sich für ihn mit 1.670 Punkten der hervorragende 3. Platz der männlichen U 14 Klasse. Joel scheint einiges leichtathletisches Talent von seinem Vater geerbt zu haben.
Ina Wilz trat ebenfalls im Block Sprint/Sprung an. Sie landete mit 1.359 Punkten auf dem 9. Rang in der Altersklasse der weiblichen U 14.
Finn Schmidt setzte seinen Schwerpunkt eher im Laufbereich, er entschied sich für den Block Lauf, bestehend aus 75m-Lauf, 60m Hürden, Weitsprung, Ballwurf und 800m-Lauf. Für ihn ergab sich in der abschließenden Punktewertung (1.703 Punkte)  ebenfalls ein toller 3. Platz bei den U 14 Jugendlichen.

Außerhalb der Meisterschaftswertung bot der veranstaltende TV Engen auch noch Rahmenwettbewerbe für ältere Jugendliche sowie für Aktive an. Hier gingen Marco Sättele und Joshua Hendrich im Weitsprung und über 100 m an den Start. Beim Weitsprung erreichten beide jeweils im fünften und letzten Versuch ihre beste Weite. Sie betrug bei beiden 5,16 m, womit der interne Konkurrenzkampf heute unentschieden ausging.
Im 100m-Lauf hatte Marco mit einer Zeit von 12,61 sek. die Nase vor Joshua, der mit 13,18 sek. gestoppt wurde.

Über die 1.500 m waren vier Reichenauer am Start. Dabei war auch Peter Wehrle, der ansonsten eher Strecken bevorzugt die länger als 10 km lang sind. Da aber auch einem Langstreckler gewisse Tempospritzen nicht schaden, lief Peter hier mal ein Mittelstreckenrennen. Mit der Zeit von  5:16,39 min war er 21 Jahre nach seinem letzten 1.500er zufrieden.
Stephan Okle, der in Engen in die Bahnsaison einstieg, zeigte sich mit 4:31,67 min durchaus zufrieden, wenngleich er natürlich dieses Jahr noch schneller laufen möchte. Aber zum Einstieg lief es schon mal ganz gut.
Nadine Willuweit, die sich von Jens Ziganke zu der Qualifikationsnorm für die Süddeutschen Meisterschaften ziehen lassen wollte, war mit ihrem Rennen nicht zufrieden. Sie fühlte sich von Anfang an kraftlos. Ihre Zeit von 5:18,39 min wird sie im Laufe der Saison mit Sicherheit noch erheblich verbessern können.

Ebenfalls gute Leistungen erbrachten an diesem Tag  der Jugendtrainer Theo Benz mit seiner hervorragenden Betreuung sowie Markus Acker und Markus Schmidt bei der Ausführung der Kampfrichtertätigkeit.

Hier die Ergebnisse im Überblick:

Ina Wilz, Block Sprint/Sprung, 1.359 Punkte, 9. wU14
Joel Acker, Block Sprint/Sprung, 1.670 Punkte, 3. mU14
Finn Schmidt, Block Lauf, 1.703 Punkte, 3. mU14
Marco Sättele, Weitsprung 5,16 m, 100m-Lauf 12,61 sek.
Joshua Hendrich, Weitsprung 5,16 m, 100m-Lauf 13,18 sek.
Nadine Willuweit, 1.500m-Lauf, 5:18,39 min
Stephan Okle, 1.500m-Lauf 4:31,67 min
Peter Wehrle, 1.500m-Lauf: 5:16,39 min

Traditionell startet Peter Wehrle  jedes Jahr im April beim berühmten Halbmarathon in Heidelberg. Aufgrund der sehr hügeligen Strecke durch die Heidelberger Innenstadt und das umliegende Bergland zählen keine absoluten Bestzeiten. Lediglich durch einen  Vergleich mit den Vorjahresleistungen oder mit bekannten Konkurrenten kann eine Einschätzung der eigenen Leistung erfolgen. Da Peter diesen Lauf nun schon seit vielen Jahren absolviert, stehen ihm hierfür genügend Referenzzeiten zur Verfügung.  Im Vergleich zu 2014 konnte Peter seine Zeit um ca. eine halbe Minute steigern. Nachdem er zwischen Kilometer 16 und 18 auf die Zähne beißen musste, um die auf diesem Abschnitt heftigen Anstiege zu überwinden, konnte er die letzten 3 Kilometer  nochmals auf das Tempo drücken. Das Ziel inmitten der historischen Heidelberger Altstadt erreichte er nach 1:28,29 h. Das bedeutet im Gesamtklassement den 58. Platz von über 3400 Startern. In der Altersklasse M 45 belegte er Rang 6.

Drei Athletinnen des SVR standen beim Konstanzer Frauenlauf über ca. 7 km an der Startlinie. Allesamt kamen sie dann auch mit klasse Zeiten ins Ziel. Allen voran war Christin Wintersig, die mit einem beherzten Lauf auf den sensationellen 3. Gesamtplatz lief. Vor ihr war nur die Spitzenläuferin Susanne Wings, die  mit einer Marathonbestzeit von deutlich unter 3 h aufwartet, sowie Annika Ehrhardt (letztjährige Siegerin des Reichenauer Halbmarathons) von der TSG 08 Roth. Hinter den ersten Beiden bildete sich im Kampf um den Bronzeplatz eine größere Gruppe um Christin. Nach knapp 3 Kilometern konnte Christin sich an einem Anstieg leicht von ihren Mitläuferinnen absetzen. Den herausgelaufenen Vorsprung konnte sie im Laufe des Rennens halten und damit den Kampf um Bronze für sich entscheiden. Auch wenn es nach ihren eigenen Aussagen hinten raus schon etwas hart wurde, sah man ihr dies ihr nicht an. Ihr Laufstil wirkte zu jeder Zeit geradezu entspannt. Sichtlich glücklich überquerte sie dann die Ziellinie im Bodenseestadion nach 29:36,1 min. Bemerkenswert ist dass Christin noch der Altersklasse U 18 angehört und damit die alten Häsinnen ordentlich aufgemischt hat.

Auch die weiteren SVR Läuferinnen ließen danach nicht lange auf sich warten. Manuela Rometsch zeigte dass sie sich vor der Konkurrenz nicht zu verstecken braucht. Mit der Zeit von 32:13,17 min kam sie auf den starken 15. Gesamtplatz. Einer Konkurrentin, der sie sich beim letzten Crosslauf noch im Schlussspurt geschlagen geben musste, nahm sie jetzt sage und schreibe 2 Minuten ab. Dies zeugt von einer deutlich ansteigenden Formkurve und stimmt zuversichtlich für kommende Wettkämpfe.

Die guten Leistungen wurden komplettiert von Elena Deggelmann, die mit der Zeit von 34:13,8 min auf dem 31. Platz einlief, was eine Platzierung im ersten Zehntel des Gesamteinlaufs bedeutet.

Hier die Ergebnisse im Überblick:

03. Platz: Christin Wintersig, 29:36,1 min
15. Platz: Manuela Rometsch, 32:13,17 min
31. Platz: Elena Deggelmann, 34:13,8 min

 

Am frühen Sonntagmorgen um 8:30 Uhr wurden die Läufer auf die 42,195 km lange Strecke durch Zürich und das Umland geschickt. Mit dabei auch unser Läufer Jens Ziganke bei seinem ersten Saisonhöhepunkt. Nachdem der erste Kilometer etwas zu schnell angelaufen wurde, dauerte es etwa bis Kilometer 8 ehe sich das Tempo gleichmäßig bei einem Kilometerschnitt von etwa 3:25 min/km einpendelte. Entlang des Zürichsees war es etwas windig, so dass die Abschnitte  teils recht kraftraubend waren. Dennoch konnte Jens sein Tempo aber konstant halten. Die zweite Rennhälfte war nur unwesentlich langsamer als die erste. Mit einer sehr starken Zeit von 2:27,38 h überquerte Jens dann den Zielstrich in der Zürcher Innenstadt. Damit landete er in dem mit lauter Afrikanern gespickten Feld auf einem tollen 18. Gesamtplatz von knapp 3000 Startern.
Nachdem am letzten Wochenende  die letzten  großen Frühjahrsmarathons über die Bühne gegangen sind, liegt Jens mit seiner Zeit auf Platz 11 der deutschen Jahresbestenliste, das heißt in ganz Deutschland gibt es nur 10 Läufer die über die Marathondistanz in diesem Jahr schneller waren!

Auch im Schwabenländle sind unsere Läufer präsent. Sven Kächelin lief in Gerlingen vor den Toren unserer Landeshauptstadt die Halbmarathondistanz. Die anspruchsvolle Strecke mit vielen Höhenmetern,  bewältigte Sven in einer Zeit von 1:41,17 h. Damit lief er nur knapp über seiner persönlichen Bestzeit, was in Anbetracht der schweren Strecke eine hervorragende Leistung darstellt.

Maximale Titelausbeute für den SVR
Mit zwei Athleten  am Start konnten 3 Titel eingefahren werden, besser kann die Ausbeute nicht sein. Möglich wurde dies durch den Doppelstart von Jens Ziganke sowohl auf der Mittelstrecke als auch über die Langstrecke und den Sieg von Nadine Willuweit im Frauenrennen.
Jens konnte zuerst das Mittelstreckenrennen über 3,14 km deutlich für sich entscheiden, anschließend distanzierte er die Konkurrenz über die 6,3 km Langstrecke ebenso deutlich.
Ebenfalls  siegreich war Nadine im Frauenrennen und konnte sich damit über ihren ersten Titel im Dress des SVR freuen.

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