Beim Ausflug auf die andere Seeseite konnte der SV Reichenau am vergangenen Samstag glänzen. Die Reichenauerin Christin Wintersig ließ sich von der schwäbischen Konkurrenz nicht unterkriegen und gewann knapp, aber dominant das Fischbacher „Viertele“.
Ihr Ruf eilt ihr mittlerweile sogar über den See hinweg voraus: Eine andere Läuferin sorgte sich bei Christins Anblick bereits um den eigens vor einigen Jahren aufgestellten Streckenrekord… An einen solchen verschwendete die Reichenauerin allerdings nicht allzu viele Gedanken. Die noch ungewohnte Wärme und das hügelige Profil machte den Läufern zu schaffen. Von Beginn an setzte sich Christin an die Spitze des Feldes und gab diese Position nicht mehr her. Nur 41:36min später hatte sie die ca. 10,5km lange Strecke hinter sich gebracht und lief ausgepowert, aber lächelnd und zufrieden über die Ziellinie im Stadion. Gemeinsam mit Monica Carl (LG Welfen), die bis auf 22 Sekunden an Christin heranlief, bildete sie die einsame Spitze des Frauenfeldes und räumte bei der Siegerehrung ab: Da die eine 1,5l Flasche Hagnauer Müller-Thurgau, die sie für ihren Gesamtsieg überreicht bekam, doch schnell leer sein könnte, sammelte sie als erste der Frauen Hauptklasse gleich noch eine zweite ein… Gelohnt hat sich der Ausflug ins Schwabenland allemal!

Ganz im Süden und (fast) ganz im Norden der Republik waren die Reichenauer am vergangenen Wochenende unterwegs. Als wäre es zum Laufen nicht schon warm genug gewesen, zog es Fabian Greiss und Peter Wehrle in die sonnenreichste Stadt Deutschlands, nach Freiburg. Fabian liebäugelte über die volle Marathondistanz die magische 3h-Marke zu unterbieten. Lange Zeit lag er gut im Rennen, die ungewohnt hohen Temperaturen von über 25 Grad machten es ihm aber nicht gerade einfach. Ab Kilometer 35 musste er dann kämpfen, gepusht durch die gute Stimmung an der Strecke erreichte er das Ziel nach 03:04:14 h. Damit blieb er zwar über der 3h-Marke, holte sich aber dennoch Gesamtplatz 20 und eine persönliche Bestleistung, die unter den gegebenen Bedingungen umso höher einzuschätzen ist.
Peter ging über die Halbmarathondistanz an den Start. Auch er hatte mit den hohen Temperaturen zu kämpfen. Er biss sich aber wie gewohnt durch und kam nach 01:27:53 h ins Ziel.
Einige hundert Kilometer weiter nördlich hatten die Temperaturen ähnlich zugeschlagen. Auch in der niedersächsischen Landeshauptstadt herrschten etwa 25 Grad Lufttemperatur, dorthin waren Jens Ziganke und Stephan Okle zu den Deutschen Meisterschaften im Halbmarathon gereist. Ein Wettkampf so kurz nach dem Trainingslager in Italien ist immer ein Risiko, entweder ist die Form schon da, oder aber der Körper ist noch „platt“. Beide Szenarien traten bei unseren beiden Läufern ein. Jens schien sich offenbar schon gut erholt zu haben. Er zeigte ein sehr gutes Rennen und lief lange in einer vorderen Gruppe mit. Die zweite Rennhälfte wurde dann etwas langsamer, so dass es zwar nicht mehr zur persönlichen Bestzeit reichte, aber dennoch zu einer starken Zeit von 1:08:35 h und dem 17. Gesamtplatz bei den Deutschen Meisterschaften.
Bei Stephan trat leider Szenario 2 ein, die Beine fühlten sich anfangs zwar gut an, kamen aber nicht in die Gänge und waren „leer“. Nach 01:25:19 h erreichte er das Ziel.

2018 Trainingslager ViareggioEinige altbekannte, aber auch viele neue Gesichter machten sich die Woche vor Ostern wieder auf den Weg nach Italien. Aber nein – nicht zum Erholen (das war nur in den Pausen angesagt) – es wurden viele Kilometer gelaufen und für alle Muskelpartien etwas getan!
Das Reichenauer Trainingslager ist bereits über die Grenzen der Insel hinaus bekannt geworden, Mona und David Wieland vom TV Konstanz gehörten in diesem Jahr ebenfalls zur Mannschaft.

Aufgrund anfänglicher Unklarheiten darüber, wann das Stadion geöffnet und wann wegen einem Fußballspiel geschlossen ist, übte man sich nebenbei auch in Improvisation: Die Feststellung „dann müssen wir ja heute Training ausfallen lassen, lass einfach wieder zum Hotel gehen“ – die gewisse Kandidaten bei jeder Gelegenheit anbringen möchten – wurde nie bestätigt. Statt 1000m auf der Bahn ging es auf eine lange Gerade im Wald, Marco Sättele führte das Sprinttraining auf dem Weg neben dem Sportplatz durch, der Speer flog (wie mittlerweile fast Tradition) am Strand… Langweilig wurde es nie – aber dafür ist ja auch keiner nach Viareggio gefahren!
Nach anstrengenden Tagen mit meist zwei Trainingseinheiten konnte das italienische Abendleben in vollen Zügen genossen werden: Erst alle Reserven mit Pizza oder Pasta wieder auffüllen und anschließend mit leckerem Eis neue Energien für den nächsten Tag tanken: Am besten das Nutella- Eis – pure Power! Angestachelt von der Tatsache, dass die Italiener auch ein Kilo Eis für zu Hause in der „Gelateria“ holen, überlegten Justin Wellm und Vital Breig, ob man ein Kilo auch alleine essen könnte…? Antwort: Ja. Vielleicht nicht jeder, aber Vital schaffte es - nach anfänglichem Verzweifeln -in einer halben Stunde – wenn auch mit Schüttelfrost, jedoch ohne Übelkeit! In der Bar, die jeden Abend noch aufgesucht wurde, war danach jedoch heißer Tee angesagt…
Abends stand man vor der Entscheidung: Lieber früh ins Bett und morgens fit, oder länger in der Bar bleiben und sich dann um 7:00Uhr aus dem Bett quälen? Variante zwei war die beliebtere, aber egal wie spät es abends geworden war, Punkt 7:10Uhr stand die gesamte Truppe wieder bereit, um den Tag mit einem kurzen Strandlauf zu beginnen. Erst danach gab’s reichhaltiges Frühstück – gestärkt stand der Vormittags-Einheit nichts mehr im Wege!

Wie die vergangenen Jahre wurde auch etwas Kultur gemacht: An zwei Nachmittagen standen die Städte Volterra und Livorno auf dem Programm. Die Fahrt nach Volterra dehnte Markus Wintersig zu einer halben Italien-Sightseeing-Tour aus – aber solange man im Auto saß und nicht laufen musste, fielen die Beschwerden klein aus… In Livorno wurde Stephan Okle mit der italienischen Art, Käse zu kaufen, vertraut. Auch wenn er das Meiste nicht verstanden haben dürfte, kam er irgendwann mit einem Päckchen wieder aus dem kleinen Laden getreten.

Nach so einem Nachmittag Erholung waren die Beine wieder fit und frisch (reden wir mal vom Idealfall…) und konnten auf der Bahn Tempo machen. Nicht alle mussten ihre Kräfte bis zum letzten Lauf der Serie schonen. Das blieb in erster Linie Stefan Wilz überlassen, der auf einen Show-Lauf zum Schluss nicht verzichten wollte. Die anderen Jungs ließen Christin Wintersig zwar oft den Hasen spielen, der Tempo macht und bis zum Schluss im Rennen bleibt, zeigten aber immer wieder, dass sie schnell sein können, wenn sie wollen. Vor allem Fabio Gasser, der das erste Mal dabei war, machte unter anderen seinem Bruder Jannis ordentlich Beine. Auch Ina Wilz und Vanessa wurden gefordert – sie machten mit, solange und so schnell ihre Beine es zuließen. Etwas Pech hatte Aaron Sättele. Nachdem er motiviert in die Woche gestartet war, erwischte ihn ein Infekt, der ihn die restlichen Tage mehr oder weniger bettlägerig machte.

Nach der letzten Trainingseinheit der Woche stand die Biermeile an: Da im Stadion ein Spiel stattfand, musste sie an den Strand verlegt werden – die Stimmung war hier super! Nur so manch ein Spaziergänger dürfte etwas schräg (vermutlich aber genauso beeindruckt) geschaut haben. Eine große Gruppe, alle in roten SVR-Trikots, vor dem brausenden Meer am Laufen – das gab ein gutes Bild ab! Dabei durfte natürlich auch die Schlagermusik, die das obligatorische Trinken nach jeden 400Metern begleitete, nicht fehlen. So manch ein Sprücheklopfer wurde nach der ersten Runde sehr still...aber Schwäche zeigen wollte niemand. Michaela Wintersig bewältigte als erste Frau die komplette Menge Bier und ging so in die Reichenauer Biermeilengeschichte ein! Dank Anfeuern der Nicht-Teilnehmer – Nadine Willuweit kümmerte sich nebenbei um die leeren Flaschen, David notierte die Ergebnisse, Jannis machte fleißig Fotos und der Rest spielte Schiedsrichter oder Zuschauer – kamen alle gut gelaunt ins Ziel! Jens Ziganke bewies wieder einmal sein breit gefächertes Können und hatte es als Erster wenige Sekunden vor Stephan bereits nach achteinhalb Minuten geschafft. Andere genossen es bis zum Schluss und ließen sich über zwanzig Minuten Zeit…

So wurde die Rückfahrt mit geteilten Gefühlen angetreten: Die meisten wären gerne noch länger geblieben, die Beine hätten allerdings nicht mehr viel mitgemacht und dankten für ein paar Tage Pause.

Nachdem die Crosslaufsaison beendet ist, starteten fünf Reichenauer beim Frühlingslauf in Schaffhausen über die 10 Kilometer auf der Straße. Fabian Greiss – der im letzten Jahr ziemlich schnell geworden ist – konnte seine bisherige Bestzeit deutlich unterbieten; auch Christin und Markus Wintersig setzten mit ihren Zeiten gleich zu Beginn des Jahres ein Zeichen!
Auf der landschaftlich nicht besonders attraktiven, aber flachen Strecke lief Fabian ein konstantes Rennen. War es im letzten Jahr noch umgekehrt, kann er mittlerweile Christin das Tempo machen: Als Gesamtzwölfter und 11. der Männer Hauptklasse lief er nach 38:07,8min ins Ziel! Auch Markus ist derzeit in guter Form und macht es seiner Tochter nicht leicht, ihn im Ziel erwarten zu können: Mutig ging er die 6,5 zu laufenden Runden an und hielt das Tempo bis zum Schluss –nur ein Schlussspurt war nicht mehr möglich… Seine Zeit von 38:33,7min brachte ihn auf den starken dritten Platz der Herren 1 und den 15.Gesamtplatz! Christin musste sich in einem sehr starken Frauenfeld beweisen, was ihr gut gelang: Auf der letzten Runde hätte sie ihren Vater fast wieder eingeholt, es fehlten nur wenige Sekunden… dennoch kommt sie mit ihrer Zeit von 38:42,0min fast an ihre persönliche Bestzeit ran, was für das erste Rennen im Jahr stark zu werten ist! Zwischen einigen Schweizer Top-Athleten landete sie auf dem 4.Platz.
Stefan Wilz machte die Reichenauer Männermannschaft komplett: Das Gratis-Müsli nach dem Lauf war Grund genug, (wenigstens etwas…) Anstrengung auf sich zu nehmen. Nach 42:07,5min überquerte er die Ziellinie und erreichte zusammen mit Fabian und Markus sogar den zweiten Platz in der Mannschaftswertung!
Michaela Wintersig hatte eine kurze Nacht hinter sich und musste sich morgens aus dem Bett quälen, damit sie um 9:45Uhr an der Startlinie stehen konnte. Trotz allem benötigte sie für die 10km nur 45:57,2min und wurde 15. der Frauen Hauptklasse!
Der frühe Start und die schnelle Abwicklung des Wettkampfs hat den Vorteil, dass man rechtzeitig zum Mittagessen schon wieder zu Hause sein kann – und ggf. auch mit einem Mittagsschläfchen den Schlafmangel wieder etwas reduzieren kann, was ausgepowert gerne in Anspruch genommen wurde!


Ergebnisse:
Christin Wintersig      38:42,0min       4.Frauen HK
Michaela Wintersig    45:57,2min    15.Frauen HK

Fabian Greiss            38:07,8min    11.Männer HK
Markus Wintersig      38:33,7min       3.Männer 1
Stefan Wilz                  42:07,5min    26.Männer HK2018 Frühlingslauf Schaffhausen

2018 Cross Stockach

Bei Temperaturen um die -10°C machte sich nur eine kleine Läufergruppe auf den Weg zum Crosslauffinale in Stockach. Aber die Reichenauer sind hart im Nehmen: Gegen starke Konkurrenz konnte sich Christin Wintersig ihren fünften Sieg der fünf Läufen sichern und Jens Ziganke musste sich abermals lediglich Florian Röser vom TV Konstanz geschlagen geben!
Es galt einen Wiesenrundkurs mit einigen An- und Abstiegen zu absolvieren, das Tückischste daran waren aber vermutlich die vielen – steinhartgefrorenen- Maulwurfshügel. Auch der eisige Wind machte das Ganze nicht einfacher. Manchmal trieb er die Tränen in die Augen, sodass man doppelt aufpassen musste, nicht über diese Hügel zu stolpern.
Nachdem er solange wie möglich an seinem Konkurrenten Florian Röser drangeblieben ist, musste Jens sich am Ende um nur wenige Sekunden geschlagen geben. Benedikt Hoffmann (TSG Heilbronn), mit dem er sich die letzten Läufe heiße Duelle geliefert hatte, konnte Jens diesen Sonntag jedoch deutlich auf Distanz halten. So erreichte er als Gesamtzweiter nach 19:19,5min das Ziel und kam auf den Silberrang in der Seriengesamtwertung! In der M30 ist die Sache ebenfalls eindeutig: Vier Läufe ist er mitgelaufen, alle vier gewonnen – er ist Seriensieger der M30!
Christoph Klauser hatte, in Erwartung eines flachen Wiesenparcours, am Vortag noch einen langen Trainingslauf gemacht. Dementsprechend war er etwas überrascht, am Morgen eine äußerst hügelige Strecke vorzufinden…für ihn aber kein großes Problem: Nach 21:57,3min lief er als Gesamtsiebter und dritter der M30 über die Ziellinie! In der Serienwertung schaffte er es sogar auf den starken 6. Gesamtplatz und wurde dritter der M30. Markus Wintersig und Peter Wehrle kamen mit den Bedingungen ebenfalls gut zurecht. Markus machte seine M50-Siegesserie komplett, nach 23:29,4min lief er mit deutlichem Abstand als erster ins Ziel. Auch im Gesamtfeld lag er auf dem 12. Platz, was ihn in der Serienwertung punktgleich mit Stephan Okle – der krankheitsbedingt den letzten lauf ausfallen lassen musste- auf den 15. Gesamtplatz brachte!
Peter Wehrle ließ nicht mehr lange auf sich warten: Nach 23:49,6min lief er als zweiter der M45 ins Ziel. So durfte auch er bei der Siegerehrung als Dritter der M45 auf das Podest!
Christin hatte im Vorfeld etwas zu bangen, sie wollte gerne auch den fünften Lauf noch als Siegerin abschließen. Allerdings stand gute Konkurrenz an der Startlinie… Trotzdem ging sie die Sache locker an und konnte nach der Hälfte des Rennens ihre Mitstreiterinnen überholen und bis ins Ziel auf Distanz halten. Nach 24:14,3min hatte sie alle fünf Siege in der Tasche! So durften Christin und Jens bei der Siegerehrung einen großen Korb mit Salat, Äpfeln, Wein und anderen Reichenauer Vitaminen in Empfang nehmen.
Auch Karl-Heinz Keller vertrat den SV Reichenau bei den eisigen Temperaturen und nutzte die Gelegenheit, sich den dritten Altersklassenplatz in der Serienwertung zu sichern: Mit seiner Zeit von 27:35,6min wurde er dritter der M60.
Michaela hatte dieses Mal etwas mehr zu kämpfen, durch die Minusgrade machte ihre Atmung nicht mehr so mit, wie sie sollte. Aber sie ließ sich nicht beirren und erreichte nach 29:42,0min als fünfte ihrer Altersklasse das Ziel. Und es hat sich gelohnt: In der Serie wurde sie neben dem fünften Gesamtplatz zweite in der Frauen Hauptklasse!
Zwei der im Hauptlauf vier zu laufenden Runden bewältigten Manuel Soriano und Thomas Roser: Manuel wurde nach 12:30min zweiter der Männer, Thomas mit seiner Zeit von 12:38min dritter. In der Gesamtwertung sicherte sich jedoch Thomas dank eines Sieges den zweiten Platz, Manuel den dritten.
Auch die Reichenauer Mannschaften räumten ab, was es abzuräumen gab: Gemeinsam mit Tine Eiermann gewannen die Wintersig-Schwestern bei den Frauen! Bei den Männern sicherten sich Jens, Christoph und der in Stockach abwesende Fabian Greiss den ersten Platz und können so demnächst zusammen einen Restaurant-Gutschein einlösen gehen. Nur knapp verfehlte die zweite Reichenauer Männermannschaft –Stephan, Markus und Peter- den zweiten Platz, hinter dem TV Konstanz wurde sie dritte. Auf den fünften Platz kamen Marco Sättele, Karl-Heinz Keller und Walla Deggelmann mit der dritten Mannschaft.
Sehr erfolgreich haben auch Tine Eiermann und Michaela Wellm die Serie abgeschlossen, sie kamen auf Platz eins und zwei in der W50.
Auf der Kurzstrecke mit dabei, am Sonntag allerdings aus verschiedenen Gründen nicht mit am Start waren Vital Breig, Aaron Sättele und Fabio Gasser: Vital konnte Aaron einen Punkt mehr abnehmen und gewann die mU18, Aaron wurde zweiter und Fabio erreichte den vierten Platz.
Sowohl mit der Teilnehmerzahl als auch den sehr guten Leistungen bei den Crossläufen haben die Reichenauer ihren Ruf als einer der stärksten Vereine im Bezirk bestätigt und mittlerweile über die Region hinaus verbreitet! Nebenbei haben auch alle gezeigt, wie viel Spaß man in so einer Gruppe haben kann.    2018 Cross Stockach2


Hier die Ergebnisse im Überblick:

2018 BaWüCross Essingen

Eine Delegation vom Bodensee, bestehend aus Athleten vom SV Reichenau und TV Konstanz, machte sich mit dem Konstanzer Vereinsbus gemeinsam auf den Weg auf die Ostalb. In Essingen bei Aalen wurden die diesjährigen Landesmeisterschaften im Crosslauf ausgetragen. War man im letzten Jahr noch in der Ausrichterrolle dieser Veranstaltung, musste heuer nur gelaufen und nicht organisiert werden.
Nach der Anfahrt durch verschneite Landstriche war noch nicht abzusehen, ob die Strecke nun nur nass oder auch voll Schnee sein würde. Schlussendlich war beides der Fall, die Strecke lag im Bereich der Schneefallgrenze, der untere Teil war matschig, der höher gelegene Teil  schneebedeckt - aber dennoch extrem rutschig...

Als erste stürzte sich Christin Wintersig ins schlammige Geläuf. Sie hatte vier Runden und laut Ausschreibung 4,1 km zu absolvieren (tatsächlich dürfte die Strecke aber eher ca. 4,8 km lang gewesen sein). Im gemischten Feld lief sie im Gesamteinlauf der Frauen in 20:39min auf den starken 7. Rang und holte sich damit den Vizemeistertitel in der weiblichen U23! Damit war die erste Medaille des Tages eingetütet. Im nachfolgenden Lauf über ca. 5,2 km traten Markus Wintersig und Peter Wehrle an. Markus zeigte eine starke Form und lief auf dem aufgeweichten Untergrund weit vorne mit. Er machte es seiner Tochter nach und holte in der Zeit von 24:17min die Silbermedaille in der M50. Peter kam kurz darauf nach 24:47min ins Ziel und landete auf dem 10. Platz der gut besetzten M45. Die Aussagen der beiden über den Zustand der Strecke sorgten bei Jens und vor allem bei Stephan, die im letzten Lauf des Tages, der Langstrecke der Männer, noch laufen mussten, für besorgte Mienen. Die beiden mussten etwa 7,4 km durch den Matsch stampfen. Jens lief ein sehr gut eingeteiltes Rennen und konnte sich auf der letzten Runde gut nach vorne arbeiten. Er erreichte nach 23:55min als Vierter im Gesamteinlauf das Ziel und holte sich die Bronzemedaille in der Männerklasse. Stephan folgte in 29:28 min auf Platz 20 der Männer.

Nachdem man sich in einer ausgiebigen – leider kalten… - Duschaktion die Schlammkruste von den Beinen gespült hatte, wurde im mit Edelmetall voll beladenen Mannschaftsbus dann die Rückreise zum Bodensee angetreten. Insgesamt fünf Medaillen der Reichenauer und Konstanzer befanden sich im Kofferraum!

 

Zum Seitenanfang