Am Samstagabend waren Stephan Okle und Peter Wehrle beim Frauenfelder Stadtlauf am Start. Bei schwül-heißen Bedingungen galt es vier Runden mit je einem knackigen Anstieg sowie zahlreichen engen Kurven in der Altstadt zu bewältigen. Beide nahmen den Lauf als kleine Tempoeinheit auf dem Weg in Richtung Frankfurt Marathon mit. Stephan kam in 28:04min auf Platz 30 ins Ziel, Peter folgte mit zwei Sekunden Rückstand auf Rang 31.
Zwar kamen damit beide nicht in die Preisgeldränge, doch Stephan nahm den wohl hochwertigsten Preis mit nach Hause: Bei der anschließenden Startnummernverlosung gewann er ein Mountainbike im Wert von über 1000 Schweizer Franken.

Einen Doppelstart wagte auch David Jansen in Oberstdorf. Er genoss den Komfort, statt nicht einmal einer halben Stunde wie Christin, zumindest ca. 17 Stunden Pause zwischen seinen Läufen zu haben. Am Samstag stand ein 5km-Lauf auf dem Programm. Hier konnte er in der guten Zeit von 16:29min mit dem 2. Gesamtplatz bereits das Podium erreichen. Am Folgetag beim Halbmarathon steckte der 5er dann noch etwas in den Beinen. Bis etwa Kilometer 12 hatte er geführt, ehe sich die Beine mit Krämpfen meldeten und er drei andere Läufer vorbeiziehen lassen musste. Damit verpasste er das Podium knapp, landete aber mit der guten Zeit von 1:16 h auf der anspruchsvollen Strecke auf dem 4. Gesamtplatz und konnte die männliche Hauptklasse gewinnen.

Am dritten und letzten Abend der Fischbacher Abendsportfeste ging als einzige Athletin vom SVR Christin Wintersig an den Start. Um die Reichenauer trotzdem angemessen zu präsentieren, nahm sie gleich an zwei Disziplinen teil. Zunächst waren die 1000m an der Reihe: Sie begann wie meist defensiv und konnte gegen Ende doch noch am ganzen Feld vorbei ziehen, sodass sie ihren Lauf in 3:19,86min gewann. Nach etwa zwanzig Minuten Pause stand sie erneut an der Startlinie -zum Stundenlauf- bei dem innerhalb einer Stunde so viele Runden wie möglich gelaufen werden sollen. Sie begann locker eine Runde nach der anderen auf der mit Wasserpfützen gespickten Bahn zu ziehen. Gegen Ende konnte sie trotz windigen Verhältnissen nochmals beschleunigen, nach Ablauf der Stunde verbuchte sie gute 36 Stadionrunden auf ihrem Konto, was 14,53 Kilometern entspricht. Damit lief sie um fast ein Drittel weiter als die bisherige Inhaberin des Stadionrekords! Mit einem leichten Drehwurm ob der vielen gelaufenen Runden und etwas schweren Beine, aber zufrieden konnte sie wieder nach Hause fahren.

Am zweiten Abend der an drei aufeinanderfolgenden Freitagen ausgetragenen Reihe der Abendsportfeste in Fischbach waren Christin Wintersig über 3000m und beim Speerwurf Sabrina Schnell, Michaela Wintersig, Stefan Wilz, Joshua Hendrich und Marco Sättele am Start. Besonderheit beim Speerwurf war, dass dieser als Paarwettbewerb ausgetragen wurde. Das bedeutet, dass jeweils eine Werferin und ein Werfer als Team antreten und die Versuche addiert werden. Das Team bestehend aus Sabrina und Joshua belegte hierbei den 9. Platz, Michaela und Stefan landeten auf dem 10. Rang. Da Marco spontan doch mitgefahren war, tat er sich vor Ort mit einer österreichischen Werferin  zusammen. Das deutsch-österreichische Duo schaffte es auf den 5. Platz.

Im 3000m-Lauf war Christin Wintersig am Start. Entgegen ihrer eigentlichen Philosophie ging sie einfach mal mehr Risiko ein und begann das Rennen offensiver. Sie konnte sich von Anfang an an einen Mann hängen, nach dem ersten Kilometer an ihm vorbeiziehen und sich weiter nach vorne arbeiten. Durch Rufe vom Stadionrand merkte sie, dass sie in Richtung einer deutlichen Bestzeit unterwegs war. So konnte Christin weiterhin einen guten Schritt laufen und ließ die anderen Teilnehmerinnen weit hinter sich. Die kreativen Anfeuerungsrufe der fünf Reichenauer Speerwerfer trugen dann  zur Motivation auf den letzten Runden bei. Erst auf der Zielgeraden realisierte sie, wie schnell sie wirklich gelaufen war:  Mit der Zeit von 10:36,80min lief sie ganze 20 Sekunden schneller als ihre bisherige Bestleistung und verfehlte die Qualifikationsnorm für die Deutschen Meisterschaften nur knapp. Hochzufrieden mit allesamt guten Leistungen reisten die Reichenauer wieder ab.

Obwohl Jens direkt aus der Saisonpause kam und die intensive Vorbereitung auf die Deutschen Marathonmeisterschaften in Frankfurt, bei denen der SVR heuer in Teamstärke vertreten sein wird, eigentlich noch gar nicht richtig begonnen hat, nutzte er während des Urlaubsaufenthaltes in Österreich den Schlickeralmlauf um sich mal im Berglauf auszuprobieren. Mit knapp 1200 Höhenmetern auf 11,5 Kilometer ist hier von einem waschechten Berglauf die Rede. Auf Anhieb kam Jens sehr gut zurecht an dem Berg im Stubaital. In 1:07:39h erklomm er den Gipfel und landete damit im mit zahlreichen Berglaufspezialisten gespickten Feld auf dem starken 9. Gesamtplatz. Zufrieden gings dann anschließend wieder runter ins Tal.

Beim traditionellen Abendsportfest in Fischbach testete Christin sich nach langer Zeit noch einmal über die 800m. Nur zwei Tage nach dem 10km-Lauf in Pfohren  machten die Beine schon wieder ganz gut mit. Die Zeit lässt sich sehen, zumal Christin diese Strecke nicht gewohnt ist: Nach 2:35,29min kam sie ins Ziel. Gleichzeitig wurde aber auch klar, dass da noch Potenzial ist.  Im Ziel hat sie sofort gemerkt, für einen Wettkampf viel zu wenig ausgepowert zu sein. Auch kürzere Strecken, auf denen das Tempo deutlich höher ist, müssen geübt werden:  Man muss von Anfang an schnell laufen und darf nicht darüber nachdenken, dass die Energie bis zum Ende reichen sollte! Und das ist manchmal schwer…

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