Sehr sorgfältig hatte sich Christoph Klauser auf diesen Sonntag vorbereitet. Glücklicherweise fällt der Startschuss in Zürich immer schon um 08:30Uhr, sodass man den ganz heißen Temperaturen einigermaßen entgehen kann. Zudem gibt es alle 3,5 Kilometer Verpflegungsstellen, sodass man stets genügend Flüssigkeit nachfüllen kann. Christoph teilte sich die 42,2 Kilometer sehr gut ein, die zweite Hälfte lief er nur etwa eine Minute langsamer als die erste. Erst bei Kilometermarke 35 wurde es seiner Aussage nach „sehr hart“, trotzdem kam kein wirklicher Einbruch, er konnte das Tempo weitgehend aufrechterhalten. So wurde er im Ziel mit dem Durchbrechen der 3-h Schallmauer belohnt, nach 02:58:46h durchlief er den Zielbogen.

30 Grad sind nicht unbedingt des Langstrecklers Lieblingsbedingungen, kommen sie schon so früh im Jahreskalender, macht dies das Laufen nicht unbedingt einfacher. Dennoch waren die Reichenauer auch am ersten Hitzewochenende wieder fleißig unterwegs.
Am Samstag waren Stephan Okle und David Jansen in Geislingen (Zollernalbkreis) über 10km bzw. Halbmarathon am Start. Die Strecken waren so wie man es von der Schwäbischen Alb erwarten kann, auf und ab ging es, bzw. praktisch nur bergauf. Über 10km bildete sich eine 6-köpfige Spitzengruppe, der auch Stephan angehörte. Nach der Hälfte des Rennens musste er die Führenden ziehen lassen, konnte sein Tempo aber halten und landete in 40:39 Minuten auf dem 5. Gesamtplatz. David hatte bei Kilometer 12 des Halbmarathons starke Kreislaufprobleme, er konnte den Lauf erst nach einer längeren Pause wieder fortsetzen, lief das Rennen aber dennoch zu Ende.
Am Tag darauf lief Fabian Greiß den Estelberglauf in Birkingen (bei Waldshut). Über die Kurzstrecke setze er sich an die Spitze des Feldes und holte sich in 18:51 min den Gesamtsieg über die 4,7 Kilometer lange Bergstrecke.
Ebenfalls am Sonntag startete Peter Wehrle wie jedes Jahr beim Heidelberg Halbmarathon. Auch hier gibt es viele Höhenmeter zu überwinden. Zudem ließen die Temperaturen keine schnellen Zeiten erwarten. Peter bewältigte die landschaftlich schöne, aber anspruchsvolle Strecke in 01:33:29h und kam damit auf den 105. Gesamtplatz von über 3000 Startern.


Mit viel Elan und Freude haben die drei Wintersig-Damen den SV Reichenau erfolgreich beim Frauenlauf in Konstanz vertreten. Nachdem Christin die letzten drei Jahre immer auf dem dritten Gesamtplatz gelandet ist, konnte sie sich dieses Mal auf den zweiten vorarbeiten! Als zweite der U20 lief Michaela mit Trainingslagerkollegin Mona Wieland vom TV Konstanz Hand in Hand über die Ziellinie, Darja ließ ebenfalls nicht mehr lange auf sich warten. Eigentlich hatten auch einige der Jungs vor, die Mädels mit Anfeuerungsrufen kräftig zu unterstützen, aus verschiedenen Gründen war am Ende Joshua Hendrich die einzige treue Seele. Doch der machte sich auch ohne seine Kollegen auf den Weg, um – wenn er schon nicht selbst laufen kann… – wenigstens so seinen Beitrag zu leisten!
Trotz eines frischen Lüftchens waren die Temperaturen schweißtreibend, dank der letzten Wettkämpfe war aber zumindest Christin schon etwas abgehärtet. Vom Start weg heftete sie sich an Konkurrentin und Trainingspartnerin Nadja Willenborg (TV Konstanz), ließ sich von dieser jedoch nicht beirren und lief ihr eigenes Tempo. Das restliche Feld war bald abgehängt, doch das Rennen in Freiburg am Vortag machte Christins Beinen etwas zu schaffen. So ließ sie Nadja ziehen, konnte aber trotz allem in einer sehr guten Zeit von 28:12,5min als Gesamtzweite die Ziellinie überqueren!
Michaela und Mona trieben sich gegenseitig in Richtung Zielgerade im Bodenseestadion. Kurz vor dem Schlussspurt beschlossen sie, diesen Hand in Hand vorzunehmen und meisterten die Strecke gemeinsam in 32:48,4min! Für den ersten Platz der U20 hat es leider nicht gereicht, sie teilten sich (offiziell war Mona zwar eine Hundertstel-Sekunde vor, aber das vernachlässigen wir jetzt mal…) dennoch zufrieden den zweiten Platz.
Darja war sich erst nicht ganz sicher, ob sie überhaupt angemeldet werden will. Doch schon während des Laufs bereute sie es nicht mehr, sich überreden lassen zu haben! Angestrengt, aber mit einem Lächeln im Gesicht zeigte sie, dass sie sich in einem Frauenfeld wie diesem absolut nicht verstecken muss. Sogar zu einem Endspurt motivierte sie sich und erreichte nach 43:30,0min noch in der vorderen Hälfte aller Läuferinnen das Ziel!


Ergebnisse:
Christin Wintersig       28:12,5min        2.Gesamt/2.W20
Michaela Wintersig     32:48,4min     14.Gesamt/2.U20
Darja Wintersig           43:30,0min   210.Gesamt/23.W50

Mit dem Plan, ihre ausbaufähige 5.000m-Zeit etwas zu verbessern, machte sich Christin Wintersig vergangenen Samstag auf den Weg nach Freiburg. Die Fahrt hat sich gelohnt, neben einer guten Zeit sprang sogar die Silbermedaille heraus!
Alle Läuferinnen und Läufer hatten gegen die hohen Temperaturen anzukämpfen, der Schweiß rann wie im Hochsommer. Unter diesen Bedingungen startete auch Christin eher vorsichtig, konnte aber ihre Position im vorderen Teil des Feldes das ganze Rennen beibehalten. Nach nur 18:55min überquerte sie als Zweite der U23 die Ziellinie und durfte sich über eine weitere Medaille bei Landesmeisterschaften freuen!

Beim Ausflug auf die andere Seeseite konnte der SV Reichenau am vergangenen Samstag glänzen. Die Reichenauerin Christin Wintersig ließ sich von der schwäbischen Konkurrenz nicht unterkriegen und gewann knapp, aber dominant das Fischbacher „Viertele“.
Ihr Ruf eilt ihr mittlerweile sogar über den See hinweg voraus: Eine andere Läuferin sorgte sich bei Christins Anblick bereits um den eigens vor einigen Jahren aufgestellten Streckenrekord… An einen solchen verschwendete die Reichenauerin allerdings nicht allzu viele Gedanken. Die noch ungewohnte Wärme und das hügelige Profil machte den Läufern zu schaffen. Von Beginn an setzte sich Christin an die Spitze des Feldes und gab diese Position nicht mehr her. Nur 41:36min später hatte sie die ca. 10,5km lange Strecke hinter sich gebracht und lief ausgepowert, aber lächelnd und zufrieden über die Ziellinie im Stadion. Gemeinsam mit Monica Carl (LG Welfen), die bis auf 22 Sekunden an Christin heranlief, bildete sie die einsame Spitze des Frauenfeldes und räumte bei der Siegerehrung ab: Da die eine 1,5l Flasche Hagnauer Müller-Thurgau, die sie für ihren Gesamtsieg überreicht bekam, doch schnell leer sein könnte, sammelte sie als erste der Frauen Hauptklasse gleich noch eine zweite ein… Gelohnt hat sich der Ausflug ins Schwabenland allemal!

Ganz im Süden und (fast) ganz im Norden der Republik waren die Reichenauer am vergangenen Wochenende unterwegs. Als wäre es zum Laufen nicht schon warm genug gewesen, zog es Fabian Greiss und Peter Wehrle in die sonnenreichste Stadt Deutschlands, nach Freiburg. Fabian liebäugelte über die volle Marathondistanz die magische 3h-Marke zu unterbieten. Lange Zeit lag er gut im Rennen, die ungewohnt hohen Temperaturen von über 25 Grad machten es ihm aber nicht gerade einfach. Ab Kilometer 35 musste er dann kämpfen, gepusht durch die gute Stimmung an der Strecke erreichte er das Ziel nach 03:04:14 h. Damit blieb er zwar über der 3h-Marke, holte sich aber dennoch Gesamtplatz 20 und eine persönliche Bestleistung, die unter den gegebenen Bedingungen umso höher einzuschätzen ist.
Peter ging über die Halbmarathondistanz an den Start. Auch er hatte mit den hohen Temperaturen zu kämpfen. Er biss sich aber wie gewohnt durch und kam nach 01:27:53 h ins Ziel.
Einige hundert Kilometer weiter nördlich hatten die Temperaturen ähnlich zugeschlagen. Auch in der niedersächsischen Landeshauptstadt herrschten etwa 25 Grad Lufttemperatur, dorthin waren Jens Ziganke und Stephan Okle zu den Deutschen Meisterschaften im Halbmarathon gereist. Ein Wettkampf so kurz nach dem Trainingslager in Italien ist immer ein Risiko, entweder ist die Form schon da, oder aber der Körper ist noch „platt“. Beide Szenarien traten bei unseren beiden Läufern ein. Jens schien sich offenbar schon gut erholt zu haben. Er zeigte ein sehr gutes Rennen und lief lange in einer vorderen Gruppe mit. Die zweite Rennhälfte wurde dann etwas langsamer, so dass es zwar nicht mehr zur persönlichen Bestzeit reichte, aber dennoch zu einer starken Zeit von 1:08:35 h und dem 17. Gesamtplatz bei den Deutschen Meisterschaften.
Bei Stephan trat leider Szenario 2 ein, die Beine fühlten sich anfangs zwar gut an, kamen aber nicht in die Gänge und waren „leer“. Nach 01:25:19 h erreichte er das Ziel.

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